Kein anderes Gebäude in Mainleus ist mit dem Siedlungs-Ursprung mehr verbunden als die Alte Mühle am Main. Mit der Flößerei im frühen 14. Jahrhundert begann der Aufschwung des Ortes. Die Fuhrknechte und Flößer, die sich mit ihren Familien im Bereich der Mühlstraße und der Hauptstraße ansiedelten, benötigten Gebäude und Unterstände für die Tiere. Die Mainleuser Mühle, 1398 erstmals genannt, stammt aus dieser Ausbauphase. 1829 wurde die frühe Anlage um ein Haupthaus – ein zweigeschossiger Walmdachbau über einem Hakengrundriss – und ein Nebengebäude erweitert. In diesem „Langer Kasten“ genannten Bau waren im Obergeschoss Gesindewohnungen eingerichtet, unter dem Dach befand befand sich das Futterlager. Das Erdgeschoss diente als Stallung für Schweine und Geflügel. Die Mühle diente in dieser Zeit als Säge- und Getreidemühle.