„Demokratie leben“ Für Vielfalt und gegen Extremismus

Bei der zweiten Konferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Kulmbach kommen viele Themen zur Sprache. Zahlreiche Initiativen machen sich ehrenamtlich stark für ein gutes Miteinander zwischen allen Menschen, die im Landkreis leben.

Puppen verschiedenster Herkunft: So kann man Kindern spielerisch im Theater zeigen, dass Menschen bei allen Unterschieden doch gleich sind.Rüdiger Baumann und Tina Beeg begrüßten die rund 70 Teilnehmer . Foto: Privat

Demokratie entscheidet sich vor Ort. Jeden Tag. Unsere Demokratie muss jeden Tag neu mit Leben gefüllt werden. Sie braucht Menschen, die demokratische Kultur vor Ort leben und sie erhalten.“ Das ist das Motto von „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) im Landkreis Kulmbach. Die Kulmbacher sind Teil von „Demokratie leben!“ und eine von mehr als 300 Partnerschaften, die das Bundesprogramm deutschlandweit auf kommunaler Ebene vertreten. Getragen wird sie durch den Landkreis und den Kreisjugendring Kulmbach. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der Zivilgesellschaft, der Politik und der kommunalen Verwaltung arbeiten die Gruppe und ihr Netzwerk für eine stabile Demokratie und ein besseres Miteinander.

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„Ein Abend voller Engagement“ stand als Überschrift über der zweiten Demokratiekonferenz der vor zwei Jahren gegründeten Kulmbacher Partnerschaft im Mönchshof. Die Veranstaltung richtete sich an die zahlreichen Engagierten, die im Landkreis Kulmbach mit ihrem Einsatz alltäglich oder im Rahmen eigens angestoßener Projekte daran mitwirken, demokratisches Bewusstsein vor Ort zu stärken, Vielfalt positiv erlebbar zu machen und Extremismus vorzubeugen.

Der Sprecher des Begleitausschusses, Rüdiger Baumann und seine Stellvertreterin Tina Beeg stimmten unkonventionell auf einen Abend ein, der von gegenseitigem Interesse, einander zugewandten Begegnungen und ideenreichen Dialogen getragen werden sollte.

Umrahmt von Grußworten der stellvertretenden Landrätin, Christina Flauder und des 1. Vorsitzenden des Kreisjugendrings, Michael Schramm, hatten rund 70 Gäste danach die Gelegenheit, auf einem „Markt der Möglichkeiten“ aktuelle Projekte aus dem Landkreis Kulmbach kennenzulernen und mit den dahinter stehenden Initiatoren ins Gespräch zu kommen.

Zahlreiche neue und bewährte Ansätze wurden dadurch sichtbar, die Demokratie erlebbar machen und ein offenes, respektvolles Miteinander unterstützen: zum Beispiel durch Projekte in Bildungseinrichtungen wie Kita und Schule, zum Beispiel mit Initiativen, die Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenbringen oder die Teilhabemöglichkeiten im Kulmbacher Land verbessern.

Den Abschluss des Abends bildete die Aufführung des multilingualen Theaterstücks „Der Bürger als Edelmann“. Die Mitglieder des Schauhaufens haben sich zwar vieler Fremdsprachen bedient, aber dennoch die Aussage der Komödie mit ihrem Spiel allen verständlich macht: Nicht auf die Herkunft, nicht auf die gesellschaftliche Stellung kommt es an, sondern, dass das Herz am richtigen Fleck sitzt: Dass der Mensch ein guter Mitmensch ist.

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Kulmbach wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Bewegung will die Auseinandersetzung mit Themen, die für Demokratie grundlegend sind oder sie herausfordern fördern. Projekte im Rahmen des Programms sprechen besonders Jugendliche an: Ihnen sollen Gelegenheiten geboten werden, sich mit relevanten Fragestellungen zu befassen, Erfahrungen zu sammeln und an gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben. „Demokratie leben!“ richtet sich auch an deren Umfeld, zum Beispiel die Familien, Schulen, Verbände, Vereine oder unterschiedliche Multiplikatoren.

Nähere Informationen: demokratie-leben.de oder demokratie-leben-kulmbach.de . red