Demo gegen Flüchtlingsgewalt am Sonntag

Redaktion
Bundespolizisten an Bord eines Einsatzschiffes der Küstenwache bergen am Freitag in Neustadt (Schleswig-Holstein) bei einer Übung Kollegen, welche Flüchtlinge darstellen sollen, aus der Ostsee. Die Bundespolizei trainiert Rettungsszenarien für ihren kommenden Frontex-Einsatz in der griechischen Ägäis. Derweil steigt in Deutschland der Unmut gegen Gewalt von Flüchtlingen. In Foto: red

Am Sonntag soll in Nürnberg eine Demonstration gegen Gewalt von Flüchtlingen stattfinden. Hintergrund sind die teils unwahren Darstellungen in den sozialen Medien. Auch in Bayreuth ist eine entsprechende Kundgebung für den 6. Februar geplant.

Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg fordert in diesem Zusammenhang Dialog statt Spaltung. „In der Stadt der Menschenrechte gelten diese für alle Zuwanderer, egal welcher Herkunft. Vorverurteilungen und Gerüchte, die in „sozialen“ Medien verbreitet werden, sind keine Fakten sondern massive Verleumdungen,“ so Stephan Doll, Vorsitzender der Allianz. „Diese 'stille Post' wird durch Rechtspopulisten und Rechtsextremisten instrumentalisiert und Menschen egal welcher Herkunft werden getäuscht.“

Zur Stärkung einer solidarischen Stadtgesellschaft ist das Gebot der Stunde: Dialog, d.h. miteinander sprechen, Information und gegenseitiges Kennenlernen. Es ist wichtig gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und sich als Mitglieder der demokratischen Gesellschaft mit oder ohne Migrationshintergrund nicht gegeneinander ausspielen zu lassen.

Die Allianz gegen Rechtsextremismus fordert daher die weitere Stärkung der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte um gegenseitigen Austausch zu ermöglichen und Ressentiments abzubauen.

Am 18. Februar finde daher ab 19 Uhr zusammen mit dem Integrationsrat der Stadt Nürnberg im Gemeindehaus in Langwasser eine Informationsveranstaltung über die Situation von Flüchtlingen in Nürnberg statt. Bei der zweisprachigen Veranstaltung werden neben anderen Organisationen das Sozialreferat der Stadt Nürnberg, das Haus der Heimat, der Verein der Deutschen aus Russland, der Bürgerverein Langwasser und Integrationspolitischen Sprecher der Stadtratsfraktionen anwesend sein.

Auch die Stadt Erlangen lädt am 3. Februar um 18 Uhr im Ratssaal zu einem Informationsabend ein.

In Bayreuth soll am 6. Februar eine Kundgebung gegen Gewalt und Verschweigung von Straftaten stattfinden.

red