Dauereinsatz im Fichtelgebirge Erster Schnee sorgt für viele Unfälle

Redaktion
- Symbolfoto - Foto: dpa

Zahlreiche Unfälle wegen unangepasster Geschwindigkeit mit teils hohem Sachschaden gab es ab Freitagnachmittag, als leichter und kontinuierlicher Schneefall die Fahrbahnen im Landkreis Wunsiedel bedeckte und der Wochenendverkehr einsetzte.

Landkreis Wunsiedel - Die Rettungsdienste, Feuerwehren, Straßenmeisterei und die Polizei aus Wunsiedel, Marktredwitz und Bayreuth-Land waren im Fichtelgebirge im Dauereinsatz, um die Verletzten zu versorgen, die Fahrzeuge mit den Abschleppdiensten zu bergen und die Straßen wieder fahrbereit zu machen. So kam es allein im Bereich der PI Wunsiedel zwischen 13 und 18 Uhr zu elf registrierten Unfällen.

Gegen 14 Uhr krachte es gleich an zwei Stellen auf der Bundesstraße 303, wie die Polizei berichtet. Sie musste für etwa zwei Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr staute sich in beide Richtungen. Zwischen der Abfahrt Fichtelberg und dem Parkplatz Seehaus kam eine 23-jährige Marktredwitzerin mit ihrem Ford aufgrund nichtangepasster Geschwindigkeit bei schneeglatter Fahrbahn in einer leichten Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen Skoda einer 45-jährigen Frau. Beide Fahrerinnen erlitten leichte Verletzungen. Ein weiterer Unfall ereignete sich in der Nähe des Silberhauses, als ein 21-Jähriger die Kontrolle über seinen Audi verlor, sich mehrfach drehte und mit einem entgegenkommenden Golf kollidierte. Die beiden Insassen des Audi mussten leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer des VW blieb glücklicherweise unverletzt. Die demolierten Autos der beiden Unfälle auf der B303 wiesen Schäden von mindesten 30.000 Euro auf und mussten abgeschleppt werden.

Auch die Umleitungsstrecken waren stark ausgelastet. Daher ereigneten sich auch hier bei den winterlichen Straßenverhältnissen weitere Unfälle. So war aufgrund der Schneeglätte ein Lkw bereits auf der Kreisstraße WUN10 nach Nagel liegen geblieben. Ein polnischer Fahrer eines Kleintransporters hatte die Situation richtig erkannt und hatte in einigem Abstand dahinter gehalten. Eine 55-jährige Lkw-Fahrerin wollte ihn an einer Steigung überholen. Dabei streifte sie mit der Seite des Anhängers den Kleintransporter. Da im weiteren Verlauf ihres Überholvorgangs jedoch Gegenverkehr kam, musste sie abbremsen und rutschte gegen den liegen gebliebenen Laster. Hier riss die Frau die Plane ihres Fahrzeuges auf.  Der Gesamtschaden dieser Unfälle beläuft sich auf mehr als 10.000 Euro.

Weitere vier Unfälle bei schneebedeckten Fahrbahnen und einem Schaden von etwa 30.000 Euro ereigneten sich in und um Weißenstadt. Hierbei erlitt ein Bulgare, der mit einem unbefugt benutzten Opel auf der Durchreise war, zwischen Weißenstadt und dem Ortsteil Franken ein Schleudertrauma und eine Kopfplatzwunde. Der Wagen hatte sich überschlagen und lag in der benachbarten Wiese auf der linken Seite. Der Fahrer war mit 1,7 Promille stark betrunken und ohne Führerschein unterwegs. Auf ihn kommen gleich mehrere Strafverfahren zu. 

Zwei weitere verunfallte Autofahrer waren noch mit Sommerreifen unterwegs. Bei einem war das Fahrzeug erst wenige Monate alt. Zu den Scherereien mit dem Unfall werden die Halter der Fahrzeuge mit Sommerreifen nun vermutlich von den Versicherungen keine Zahlung erhalten und dafür noch ein Bußgeld von 120 Euro und einen Punkt in Flensburg.

 

Bilder