Das Stadtarchiv muss umziehen: Drei Stadträte bringen einen möglichen weiteren Standort ins Gespräch Stadtarchiv in den Bauhof oder in die Bundesbank?

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Das Stadtarchiv braucht einen neuen Platz. Das ist unstrittig. Es gibt auch schon ein Domizil: den Alten Bauhof. Jetzt jedoch haben die Stadträte Christian Wedlich, Helmut Parzen (beide CSU) und Siegfried Zerrenner (SPD) einen neuen Standort ins Spiel gebracht. Sie wollen, dass die Stadtverwaltung prüft, ob nicht die Filiale der Bundesbank eine Alternative wäre.

"Wir haben den Alten Bauhof angeschaut und sind der Meinung, dass man nicht Architekt sein muss, um zu sehen, dass das nicht funktioniert für den Zweck des Archivs", sagt Christian Wedlich im Gespräch mit dem Kurier. "Die Deckentraglast und so manches mehr ist aus unserer Sicht nicht tauglich." Wedlich sagt, er sei schon seit 2011 mit der Thematik befasst. Er hatte in diesem Jahr einen Antrag gestellt, das Stadtarchiv im Westflügel des Alten Krankenhauses unterzubringen. In direkter Nähe zum Lastenausgleichsarchiv. "Meine Idee war, das Kinderhaus des Roten Kreuzes in der alten Ärztevilla unterzubringen. Gekommen ist es dann doch anders", sagt Wedlich.

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Die Filiale der Bundesbank in der Rosestraße hätte aus Sicht der Stadträte alles, was wichtig ist für ein Archiv. Neben entsprechendem Brandschutz, einer Alarmanlage vor allem einen Tresorraum über zwei Stockwerke "für den Schatz Bayreuth", wie es Wedlich nennt. Ein weiteres Argument: "Das Gebäude bietet sicher auch genug Platz, dass Besucher kommen und sich informieren können", sagt Wedlich. "Zudem ist das Gebäude in einem guten Zustand. Und nach meinen Informationen hätte die Stadt sogar ein Vorkaufsrecht vor anderen Bietern, wenn das Haus verkauft wird", sagt Siegfried Zerrenner.

Aktuell plane die Verwaltung mit dem Alten Bauhof am Hohenzollernring, sagt Stadtbaureferent Hans-Dieter Striedl auf Nachfrage. "Innerhalb der nächsten vier Wochen sollten wir mit unseren Planungen so weit sein, dass man das den Gremien vorstellen kann." Striedl sagt, man werde auch den Prüfauftrag der Stadträte umsetzen und sich mit dem Bundesbank-Gebäude befasen, das ab Ende September in der Rosestraße frei wird. Allerdings sagt Streidl, dass ein gewisser Druck nicht von der Hand zu weisen sei: "Die Hospitalstiftung wird das Spital sanieren. Dann muss das Stadtarchiv raus. Aktuell gehen wir noch davon aus, dass wir einen Ersatz finden und das Stadtarchiv nicht zwischenlagern müssen."

Reinhard Burger, der Leiter des Stiftungsamtes der Stadt, sagt auf Nachfrage, die Planungen für die Snaierung des Bürgerspitals liefen derzeit. "Wir wollen im nächsten Jahr mit der Sanierung beginnen." Einen neuen Platz für das Stadtarchiv zu finden, das sei, sagt Burger, tatsächlich Aufgaben der Stadt. In das sanierte Gebäude werde das Archiv nicht mehr passen. "Das können wir auf der Fläche, die wir dann zur Verfügung haben, nicht mehr darstellen. Das weiß die Stadt."