Das sind die Baustellen der Stadt

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Zwei viel befahrene Straßen. Zwei Baustellen. Die Hindenburgstraße und die Scheffelstraße werden derzeit saniert. Während der Verkehr mit Einbahnregelung in der Hindenburgstraße vergleichsweise geordnet rollt, müssen sich die Autofahrer an die Arbeiten in der Scheffelstraße noch gewöhnen. Und: Für die Anwohner im Hetzennest und aus der Altstadt verlängern die vielen Sperrungen den Weg zur Arbeit deutlich.

Scheffelstraße: Es sei aktuell grauenvoll, "mit dem Auto unterwegs sein zu müssen", sagt etwa Susanne Strömsdörfer, die in dem Gebiet wohnt. Die Scheffelstraße als eine der Hauptumleitungen der Hindenburgstraße zur Baustelle zu machen, sei problematisch. "Von der Preuschwitzer Straße kommend in Richtung Freiheitsplatz darf man zwar fahren, aber abbiegen ist nicht erlaubt", sagt sie. Weiche man notgedrungen auf die Bamberger Straße aus, stehe man "bereits ab Höhe Y-Haus im Stau". Am Donnerstag sei auch noch der Verkehr auf Höhe der Kaulbachstraße durch eine weitere Baustelle in der Bamberger Straße blockiert gewesen. Von "teilweise problematischen Verhältnissen, je nach Tageszeit" berichtet auch Harald Stadter, der Sprecher der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt. "Man braucht sehr lang, um durchzukommen. Aber konkrete Beschwerden sind bei uns noch nicht eingegangen."

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Kaum anders lösbar

Norbert Hübner, der Leiter des Tiefbauamtes, sagt auf Nachfrage unserer Zeitung, man könne die Verkehrsführung kaum anders lösen: "Wir haben eine Baustelle von einem Kilometer Länge, müssen rund 14.000 Quadratmeter Fläche asphaltieren. Wir müssen das von der Preuschwitzer Straße bis zum Freiheitsplatz durchziehen." Die Scheffelstraße sei auf der ganzen Länge in einem schlechten Zustand gewesen: "Wir hatten Netzrisse vor der Kreuzung am Mühlgraben, durch die Wassere eingedrungen ist. Wir hatten die Baustelle an der Mistel-Brücke und auch im Bereich des Freiheitsdplatzes hatten wir schon Ausbrüche im Asphalt." Und es gab ein zeitliches Problem: "Wir mussten auf die Asphaltkolonne länger warten als geplant. Aber wir sind auf die Spezialfirmen angewiesen, stehen aber gleichzeitig am Ende der Kette: Bundesstraßen- und Autobahnbaustellen haben Vorrang vor innerstädtischen Straßen." Die Mitarbeiter des eingesetzten Unternehmens allerdings ziehen das durch, sagt Hübner. "Die sind am Freitag in einer Woche fertig." Markiert werde dann in der Woche darauf. "Das wird im laufenden Verkehr gemacht", sagt Hübner.

Verbesserungen für die Radfahrer

Verbesserungen soll die Markierungen für die Radfahrer bringen: "Wir werden 1,85 Meter breite Fahrradstreifen markieren. An der Kreuzung Mühlgraben wird es eine Verschwenkung für die Radler wie in der Bahnhofstraße geben. Damit die Konfliktsituationen zwischen Fahrradfahrern und rechts abbiegenden Autos reduziert werden." 

Hindenburgstraße: Dort werden die Arbeiten nicht wie geplant Ende Oktober, sondern erst Mitte November fertig. Der Grund: In der stadtauswärtigen Fahrbahn, an der aktuell noch gearbeitet wird, ist eine Gasleitung nicht so tief im Erdreich verlegt wie eigentlich in den Plänen verzeichnet war. "Die Leitung hätte 1,10 Meter tief liegen sollen, war aber nur 80 Zentimeter tief verlegt", sagt Hübner. "Wir mussten aber 1,10 Meter tief rein", um einen ordentlichen  Straßenaufbau machen zu können. Deshalb musste die Leitung sehr vorsichtig freigelegt und aufwendig geschützt werden. Das habe den Zeitplan um gut eine Woche verschoben. "Es hätte noch wesentlich länger gedauert, die Leitung auszubauen und neu zu verlegen." Ab der kommenden Woche werde die Firma, die für die Sanierung zuständig ist, auch am Samstag arbeiten, um einen Teil der verlorenen Zeit wieder herein zu holen.

Andere Fahrbahn ist leichter zu bearbeiten

Die stadteinwärtige Fahrbahnseite, die nach Fertigstellung der anderen Seite saniert wird, sei einfacher zu bearbeiten: "Wir haben auf der stadtauswärtigen Fahrbahn auch noch 500 Meter Mischwasserkanal und 250 Meter Wasserleitung neu verlegt." Außerdem mussten die beiden Zufahrten zur Tankstelle und zum Roten Kreuz immer aufrecht erhalten bleiben. "Im nächsten Schritt ist es eine Zufahrt, die zur Brauerei Maisel." Die Arbeiten dürften zügiger laufen, sagt Hübner. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnet Hübner am 12. November.

Bahnhofstraße: Nach dem großen Wasserrohrbruch in der Bahnhofstraße Anfang Juni und den folgenden Arbeiten, die wegen des Beginns der Festspiele unterbrochen werden mussten, werde es nach Abschluss der Arbeiten in der Hindenburgstraße noch einen kleineren Einsatz der Straßenbauer in der Bahnhofstraße geben, sagt Hübner. "Von der Carl-Schüller-Straße hoch Richtung Bahnhof muss noch ein kleines Stück Leitung neu verlegt werden. Das ist Sache der Stadtwerke." Hübner sagt, er gehe davon aus, dass sofort nach dem 12. November dort begonnen werden könne. "Sofern wir keinen frühen Wintereinbruch bekommen." Jan Koch, Sprecher der Stadtwerke, sagt auf Nachfrage, man wolle sofort nach Abschluss der Arbeiten in der Hindenburgstraße beginnen.