Eine No-Go-Area im wahrsten Sinne des Wortes ist der kleine Hang hinter den Zelten an der Westseite der Theresienwiese. Die Grünfläche mag verlockend sein, wenn Füße und Kopf schmerzen oder nach der fünften Maß Schwindel oder Müdigkeit einsetzen. Aber die Fläche heißt bei den Münchnern nicht umsonst "Kotzhügel". Also Obacht.
Wie teuer ist das Bier?
Die Gäste müssen fürs Festbier wieder tiefer in die Tasche greifen: Die Maß kostet zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro, im Schnitt 2,38 Prozent mehr als im Vorjahr. Welches der sechs nach geheimem Rezept gebrauten Wiesnbiere Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten am besten schmeckt, ist nicht nur Geschmackssache, sondern auch eine Glaubensfrage. Vorsicht: Das Bier hat um sechs Prozent Alkohol - und ist stärker als normales Helles.
Darf man auf der Wiesn kiffen?
Natürlich nicht. Wir sind schließlich in Bayern. Der Freistaat hat das Kiffen auf Volksfesten und in Biergärten per Landesgesetz verboten.
Was gibt es Besonderes bei Schaustellern und Fahrgeschäften?
Traditionalisten zieht es auf die Oide Wiesn, dort standen wechselweise historische Geschäfte wie die "Fahrt ins Paradies" oder die Hexn-Wippn. Auf der normalen Wiesn geht es in der Krinoline zu Live-Blasmusik in sanften Hebebewegung im Kreis, sie ist nach dem Reifrock der Damenwelt um Mitte des 19. Jahrhunderts benannt. Zu den absoluten Wiesn-Originalen zählen der Flohzirkus und das mehr als 150 Jahre alte Schichtl-Theater, es ist bayerisches immaterielles Kulturerbe. Bei den Fahrgeschäften prägen traditionell Riesenrad und Olympia Looping-Achterbahn das Bild.
Dieses Jahr locken drei neue Fahrgeschäfte, darunter das "Chaos Pendel", das Fahrgäste in bis zu 42 Metern Höhe und mit 80 Kilometern pro Stunde durch die Luft wirbelt.
Was darf man auf die Wiesn mitnehmen?
Keine Glasflaschen, keine Messer - und nur kleine Taschen mit einem Volumen von bis zu drei Litern. Alles andere muss in die Gepäckaufbewahrung.
Wie steht es um die Sicherheit?
Wahrscheinlich ist die Wiesn einer der sichersten Plätze in ganz München: 600 Polizeibeamte sind rund um das Fest im Einsatz. Die Wiesnwache wird unterstützt von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, spezialisierten Taschendieb-Fahndern und internationalen Einsatzkräften. Trotzdem Vorsicht: Nicht nur Gäste, sondern auch Taschendiebe reisen extra an. Taschen nicht auf Bänken liegenlassen, Geld und Papiere am Körper tragen. Für Notfälle, Bedrohungen oder sexuelle Übergriffe unterstützen viele Zelte die "SafeNow"-App, mit der per Klick das Sicherheitspersonal gerufen werden kann.