Logistische Meisterleistung Neuer Wasserverteilschacht der Juragruppe

Udo Fürst
Im neuen Schacht wurden verschiedene Nennweiten aus Edelstahl, 13 Schieber, Druckminderer, Sicherheitsventile sowie Be- und EntlüftungsventileDas perfekte Zusammenspiel zwischen den Mitarbeitern der beteiligten Firmen und der Juragruppe war dafür verantwortlich, dass die Arbeiten planmäßig beendet werden konnten. Foto: Juragruppe

45 Tonnen schwer, 45 Kubikmeter fassend, eine 120 Kubikmeter große Baugrube und 177.000 Euro Kosten: Beeindruckende Zahlen für einen der größten und teuersten Wasserverteilschächte, der in der Geschichte der Juragruppe jemals eingebaut wurde.

Buchau - Es war eine laut Juragruppen-Werkleiter Hans Hümmer „logistische Meisterleistung“, was von den Mitarbeitern der Juragruppe, des Tiefbauunternehmens Tretter und des Schachtherstellers Bauer-Beton in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dieser Woche geleistet worden sei. „Eingebracht wurde dieser wichtige Teil der Versorgungsstruktur der Juragruppe in der Nähe des Pegnitzer Ortsteils Buchau an der Bundesstraße 2.

In den Tagen zuvor wurde das Projekt penibel genau vorbereitet. „Unter anderem musste das Ausheben der Erdmengen und die mehrstündige Komplettsperrung der Bundesstraße 2 organisiert werden“, schildert Hümmer. Bereits gegen Mitternacht habe man resümieren können, dass alles hervorragend geklappt hat und der Kran mit einer maximalen Traglast von 250 Tonnen der Firma Baier Autokrane Weiden konnte wieder abgebaut werden. So habe auch die bis Donnerstag um 6 Uhr terminierte Vollsperrung der B 2 planmäßig wieder aufgehoben werden können.

Versorgungssicherheit im westlichen Juragebiet

In dem Schacht sind verschiedene Nennweiten aus Edelstahl, 13 Schieber, Druckminderer, Sicherheitsventile sowie Be- und Entlüftungsventile eingebaut. Die Kosten der Maßnahme inklusive erneuerter Einbindungsbereiche in das Rohrnetz belaufen sich auf circa 177.000 Euro, betont Hümmer. Der neue Schacht ersetzt den bisherigen, wesentlich kleineren, der sich in unmittelbarer Nähe befunden hatte. „Damit wurde zusätzlich die Versorgungssicherheit im gesamten westlichen Versorgungsgebiet der Juragruppe, insbesondere im Bereich Pegnitz, enorm verbessert, weiß der Werkleiter.

Mit dem neuen Schacht könne der Wasserzufluss über den Hochbehälter Hohenmirsberg reguliert werden. Das bedeute, dass die Stadt Pegnitz durch diese Maßnahme nicht nur über eine zentrale Fernleitung mit 50 Zentimetern Durchmesser (die durch die Autobahn bei Willenberg läuft) versorgt werden könne, sondern auch über diesen Schacht bei Buchau.

Auch die Bereiche Büchenbach, Kaltenthal, Zips, Langenreuth, Troschenreuth und die Versorgungsleitung nach Auerbach erhielten durch den neuen Schacht ein weiteres Versorgungsstandbein. Hans Hümmer erfreut: „Im Ergebnis führt dies in diesem Bereich zu einer gigantischen Erhöhung der Versorgungssicherheit.“

Weiterer Vorteil des neuen Verteilschachts ist laut Werkleiter, dass das Pumpwerk bei Zips dann überwiegend nicht mehr im Betrieb sei „und das wiederum führt zu erheblichen Energieeinsparungen und bedeutet im Ergebnis einen aktiven Klimaschutz“, betont Hümmer.

 

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