Das ist neu im Tierpark Röhrensee

Von Jana Backes

16 große bebilderte Tafeln und 65 Artschilder informieren die Besucher des Tierparks am Röhrensee jetzt detailliert über Tier- und Pflanzenwelt. Und zwar sogar über Tiere und Pflanzen, die es im Park gar nicht zu sehen gibt. Außerdem neu: Eine Bambusorgel und mehr.

QR-Code scannen und weitere Infos aufs Handy bekommen. Das geht jetzt im Tierpark Röhrensee. Foto: Ronald Wittek Foto: red

Was die neuen Tafeln leisten, zeigt das Beispiel der in China beheimateten Vögel und Pflanzen: In dem Gehege erlebt der Besucher die Vögel wie in ihrem natürlichen Lebensraum. Die neuen Tafeln nun liefern nicht nur Informationen zu den Tieren und Pflanzen im Gehege, sondern auch zu Arten, die zwar nicht am Röhrensee leben, aber Teil des natürlichen Lebensraums der zu sehenden Arten sind.

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„Es geht darum, den Blick zu weiten, den Blick vom einzelnen Tier oder der einzelnen Pflanze weg auf den gesamten Lebensraum zu richten“, erklärt der Leiter des Stadtgartenamtes Robert Pfeifer.

QR-Code scannen und Tiervideos gucken

Zur Orientierung ist jedem Kontinent eine Farbe zugeordnet. So kann der Besucher leicht erkennen, wo die Tiere und Pflanzen, die er gerade vor sich hat, beheimatet sind.

Noch mehr Informationen bekommen Besucher, die ihr Handy zücken und einen der QR-Codes auf den Schildern scannen. Sie werden dann zum Beispiel auf ein Video weitergeleitet, das das Leben einer kleinen Mandarinente zeigt. Weil Mandarinenten in hochgelegenen Baumhöhlen brüten, stellt sich die Frage: Wie kommen die Entchen, die Nestflüchter sind und ihre Eltern früh auf Exkursionen begleiten, aus diesen Baumhöhlen raus? Das Video gibt die Antwort, indem es den spektakulären Sprung einer jungen Mandarinente aus ihrem Nest zeigt.

Vögel sind jetzt besser zu beobachten

Künftig werden Besucher per QR-Code auch Infos in anderen Sprachen und zusätzliches Bildmaterial erhalten.

Neben der Schilder hat sich auch baulich einiges getan am Röhrensee. An der Stirnseite der Voliere gibt es jetzt einen mit Bambus überdachten Beobachtungspunkt. Statt eines Gitters hat die Voliere jetzt Fensterscheiben.

Großteils aus europäischen Geldern finanziert

Ein Hingucker ist die neue Bambusorgel, ein Tor, das mit acht verschiedenen Bambussorten verschönert ist. „Hier kann der Besucher schauen, tasten und begreifen, was die Oberflächenstruktur von Bambus ausmacht. Wenn er auf die Rohre schlägt, hört er verschiedene Töne, je nach Sorte und Struktur des Bambus“, sagt Robert Pfeifer.

Das Beschilderungs- und Informationskonzept ist Teil des Projektes „Tierpark Röhrensee – Lebendiger Süden“, das zu 60 Prozent mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird. Der Eigenanteil der Stadt Bayreuth an den Gesamtkosten von 72.000 Euro wird durch den Nachlass der 2009 verstorbenen Bayreutherin Hildegard Teupert gedeckt.