Dank toller Zeiten Anne Haug Zweite der Weltrangliste

red
Der glanzvolle Sieg bei der Challenge Roth hat Anne Haug der Spitze in der Weltrangliste ein Stück näher gebracht. Foto: Frank Übelhack

Die neueste Weltrangliste der weiblichen Triathlon-Profis unterstreicht die beständigen Topleistungen von Anne Haug. Die Bayreutherin wird auf dem zweiten Platz geführt, nur knapp hinter der Spitze.

Anne Haug greift die Spitze in der Weltrangliste der Professional Triathlets Organisation (PTO) an. Nach ihrer glänzenden Leistung, mit der sie kürzlich die Challenge Roth gewonnen hat, liegt die Bayreutherin auf dem zweiten Platz mit 119,81 Punkten nur noch knapp hinter der mehrfachen und amtierenden Weltmeisterin Daniela Ryf aus der Schweiz mit 120,68.

Die Zahlen markieren den Durchschnitt der Wertungen für die drei besten Ergebnisse innerhalb des Ranglistenzeitraums. Entscheidend sind dabei nicht die Platzierungen, sondern die Zeiten. Die von der PTO angesetzte Normzeit für ein Rennen bringt 100 Punkte, und jede Abweichung davon nach obenoder unten schlägt sich entsprechend nieder.

Hoch bewertet wurde folglich die Siegerzeit von Anne Haug in Roth (wo Ryf nicht am Start war), wobei auch das Verbot von Neopren-Anzügen beim Schwimmen berücksichtigt wurde. Da man mit solchen Anzügen einen Zeitvorteil von vier bis fünf Minuten erwartet, lagen die 8:22:42 Stunden der Weltmeisterin von 2019 schließlich durchaus im Bereich der Weltbestzeit von 8:18:13, die Chrissie Wellington (Großbritannien) 2010 an gleicher Stelle aufgestellt hatte. Die 119,46 Punkte für diese Leistung entsprachen somit fast genau dem Durchschnitt in der Gesamtwertung mit ihrem Vorjahressieg in Roth und dem dritten Platz bei der nach St. George (Utah) verlegten Weltmeisterschaft in diesem Mai. Auf dem dritten Platz der Weltrangliste folgt Laura Philipp (TSV Mannheim) mit 117,21 Punkten vor den Britinnen Kat Matthews (111,22) und Lucy Charles-Barclay (107,65).

Bei den Männern liegt mit Kristian Blummenfelt (Norwegen) ebenfalls der amtierende Weltmeister an der Spitze, aber mit 111,39 Punkten ist auch sein Vorsprung vor Patrick Lange (DSW Darmstadt) mit 110,07 und seinem Landsmann Gustav Iden mit 109,62 nur gering. Vierter ist der dänische Roth-Sieger Magnus Ditlev (108,19), der mit 117,66 Punkten die höchste aktuelle Einzelwertung bei den Männern vorweisen kann.

100 000 Dollar für Platz eins

Eine Spitzenposition in der PTO-Weltrangliste ist überaus attraktiv. Am Ende des Jahres schüttet die Profi-Organisation bei Männern und Frauen jeweils eine Million Dollar an Prämien aus. Allein 100 000 gibt es für den ersten Platz und immerhin noch 10 000 für Rang 20.

 

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