Flussmeister Ludwig Schmidt hat ganz leichte Sorgenfalten auf der Stirn. Denn er hat beim Abwandern des Ufers am Roten Main etwas entdeckt, was aussieht wie der Zugang zu einer Biberburg aussieht. Im Umweltamt der Stadt wolle man auf jeden Fall die Möglichkeit ausschließen, dass der Biber auf dem künftigen Gartenschau-Gelände wohnt, sagt Schmidt. Deshalb ist Horst Schwemmer am Montag nach Bayreuth gekommen. Schwemmer, Umweltingenieur und Biber-Manager des Bundes Naturschutz (BN) für Nordbayern, will mit Flussmeister Schmidt vom Wasser aus nach Biberbauten suchen. „Vor einem Vierteljahr war ich schon einmal da und bin das Ufer abgegangen. Damals hatte ich keine Bauten entdeckt“, sagt er. Erdbauten statt der charakteristischen Burgen aus Gehölzen seien zwar durchaus denkbar am Roten Main. „Die Wahrscheinlichkeit aber ist nicht besonders hoch, weil der Main ja Schwankungen im Wasserspiegel von rund zwei Metern hat“, sagt der Biber-Manager, dessen Arbeit vom bayerischen Naturschutzfonds gefördert wird.