d’Veldensteiner spielen Auf der Bühne ist immer was los

Brigitte Grüner
Beim Ehejubiläum von Inge (Zenzi Fischer, 2.v.l.) und Heinz (Michael Buchfelder (M.) ist viel Diskussionsbedarf. Foto: bg/Brigitte Grüner

Luftballons, Girlanden, leckere Häppchen, ein großer Schokoladenkuchen, gut gelaunte Gäste und ein strahlendes Silberhochzeitspaar. Einer schönen Feier steht nichts im Wege. Nur der schlitzohrige Onkel Kare hat besondere Ideen für das Fest.

„Endlich dürfen wir wieder auf der Bühne stehen!“ freute sich nicht nur Josef Müller als Moderator der Theaterabende. Auch die Laien-Darsteller waren froh, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen. Zur Premiere des neuen Stücks des Theatervereins d’Veldensteiner Neuhaus-Michelfeld waren am Freitag fast 200 Besucher in die Aula der Neuhauser Grundschule gekommen und freuten sich auf die Komödie „25 Jahre Inge, Heinz und Onkel Kare“. Den Dreiakter hat der Oberpfälzer Toni Lauerer geschrieben. Seit 1998 gilt er als meistverkaufter Autor Ostbayerns. Seine Skripte aus dem Bereich Volksschauspiel sind bei Profi- und Laienbühnen bis weit über Bayern hinaus beliebt.

Rollen waren den Schauspielern auf den Leib geschneidert

Auch der Theaterverein d’Veldensteiner bewies mit der Wahl des Stücks ein gutes Händchen. Einige Rollen waren den Hobby-Schauspielern fast auf den Leib geschneidert. Zenzi Fischer (Inge) und Michael Buchfelder (Heinz) spielen ein glückliches Ehepaar, das sich in der Pfarrei und der Gemeinde gerne einbringt. Manfred Kohl stellt den würdigen Gemeindepfarrer dar, der vom meist einsilbigen Praktikanten Ferdl (Thomas Zinner) begleitet wird. Monika Böhm hat als Tante Veronika und als überzeugte Männerkritikerin immer die Lacher auf ihrer Seite. Petra Böhm als resolute Marianne und Thomas Ziegler als ihr meist spitzbübisch lächelnder Ehemann Ludwig sind mit dem Jubelpaar befreundet. Die beiden Neuzugänge Sven Lungershausen (er spielt Sohn Martin) und Matthias Wagner als Überraschungsgast sind die jüngsten Darsteller der Gruppe. Faustdick hat es Joachim Kroher als Onkel Kare hinter den Ohren. Der Vorsitzende des Theatervereins geht auf in seiner Rolle des durchtriebenen älteren Verwandten, der auf seine Art auch ein wenig mitfeiern möchte, weil er schon seit 25 Jahren „in einer Wohngemeinschaft mit Inge und Heinz“ lebt.

Die Dialoge der Schauspieler leben von Wortwitz und Schlagfertigkeit. Ein großes Spektrum an Gefühlen und persönlichen Charaktereigenschaften ist im Laufe des Theaterabends zu beobachten: Glück, Ungläubigkeit, Eifersucht, Verzweiflung, Begriffsstutzigkeit, Verärgerung, Hilfsbereitschaft, Frömmigkeit und immer wieder die Gerissenheit von Onkel Kare. Auf der Bühne ist immer etwas los, es wird keine Minute langweilig.

Weitere Vorstellungen des Stücks sind geplant

Die beiden neuen Regisseurinnen Sophia Ferstl und Manuela Gärtner haben schon mit dem ersten Stück unter ihrer Leitung ein Ausrufezeichen gesetzt. Das passende Bühnenbild hatten die beiden Malermeister Sophia und Michael Wilhelm entworfen. Für den Bühnenbau zeichneten Egon Müller und Leo Schleicher zuständig, um die Maske kümmerte sich Nadine Böhm. Das gesamte Team der d’Veldensteiner ist am kommenden Wochenende, 11. und 12. November jeweils um 19.30 Uhr nochmals in Neuhaus zu sehen. Auch im Pfarrzentrum Michelfeld wird das neue Stück noch gezeigt: Am 18. und 19. November ebenfalls um 19.30 Uhr. Restkarten für die Vorstellungen in Neuhaus gibt es an der Abendkasse.

 

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