Corona-Wochenbericht BA.5 hat sich zur dominierenden Variante entwickelt

Laureta Nrecaj
Die Infektionszahlen steigen weiter, die Omikron-Variante BA.5 ist die dominierende Variante (Symbolbild). Foto: dpa/Uwe Anspach

Steigende Inzidenzen, mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen sowie mehr Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Die erwartete Sommerwelle nimmt ihren Lauf. Ein Überblick über die Lage.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt immer weiter, derzeit beträgt sie 683. Aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) geht hervor, dass die Inzidenz in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um fast 155 000 Fälle angestiegen ist. Das bedeutet einen Zuwachs von 38 Prozent. Der Anstieg betraf alle Altersgruppen, insbesondere ältere Menschen, Kinder und Jugendliche.

Vor dem Hintergrund dieses hohen Infektionsdrucks in der Bevölkerung, ist auch eine höhere Zahl an Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen sowie in medizinischen Behandlungseinrichtungen zu beobachten gewesen.

In der vergangenen Woche ist außerdem der Anteil der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen wieder deutlich angestiegen. Noch immer sind die über 80-jährigen Menschen am stärksten von schweren Verläufen betroffen, die im Krankenhaus behandelt werden.

Seit fünf Monaten dominiert in Deutschland die Omikron-Variante. Der Anstieg der Omikron-Subtypen BA.4 und BA.5 setzt sich bereits seit einigen Wochen immer weiter fort, BA.4 momentan allerdings weniger stark als in den vorherigen Wochen. Die BA.5-Sublinie hingegen hat sich mittlerweile zur dominierenden Variante entwickelt. In Kalenderwoche 24 lag dessen Anteil bei knapp 66 Prozent. Der Anteil anderer Sublinien geht währenddessen zurück.

Derzeit gebe es noch keine Hinweise darauf, dass die dominierende Omikronlinie BA.5 zu einem schwereren Verlauf oder einer höheren Sterblichkeit als vorherige Virusvarianten führe, schreibt das RKI im Bericht. Dennoch sei allein durch die starke Zunahme der Infektionsfälle aktuell auch eine höhere Zahl schwerer Verläufe zu sehen – welche sich in der steigenden Zahl an Hospitalisierungen zeige. Das RKI erwartete aufgrund von Nachmeldungen noch einen Anstieg der Sterbefallzahlen.

 

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