Berlin - In den vergangenen Tagen hat es Verwirrung um die Corona-Impfquote in Deutschland gegeben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin räumte ein, dass es bei der Interpretation der Zahlen eine „gewisse Unsicherheit“ gebe. Vermutlich liege die tatsächliche Zahl über der offiziellen Quote von 56,6 Prozent (vollständig geimpft) und 63 Prozent (mindestens einmal geimpft), möglicherweise um etwa fünf Prozent. Das bedeutet: In Deutschland sind mehr Menschen geimpft als bisher angenommen. Der Präsident des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, machte hierfür am Freitag mangelnde Abstimmung zwischen Bund und Ländern verantwortlich. Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, erklärt die Sache so: „Von den Hausärzten, die ja inzwischen auch impfen, kommen die exakten Daten erst zeitversetzt.“ Er geht daher davon aus, dass es sich um ein vorübergehendes Problem handelt.