In Kinos und bei kulturellen Veranstaltungen sind von diesem Mittwochan wieder mehr Menschen zugelassen: wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätzen gibt, wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen. Ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind künftig wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Die gleichen Beschränkungen gelten für beruflich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse.

Auch für Sport-Wettkämpfe in geschlossenen Räumen werden die bislang geltenden Personenbeschränkungen erhöht: Wenn es gekennzeichnete oder klar voneinander abgegrenzte Aufenthaltsbereichen gibt, sind künftig wieder 200 Personen zugelassen, ansonsten 100 Personen. Allerdings bleibt es vorerst dabei, dass Zuschauer ausgeschlossen bleiben.

Kleinere Märkte „ohne Volksfestcharakter (...), die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht“ werden im Freien wieder erlaubt. Voraussetzungen sind, dass Mindestabstände eingehalten werden, dass eine Maskenpflicht gilt, dass es kein Festzelt und keine Partymusik gibt und dass die Veranstalter ein eigenes Schutz- und Hygienekonzepts erstellen.

Das Infektionsgeschehen in Bayern habe sich in den vergangenen Wochen weiterhin positiv entwickelt, hieß es von der Staatskanzlei. Die Obergrenze von mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen werde bayernweit in keinem Landkreis und in keiner Stadt überschritten. Das rechtfertige weitere vorsichtige Öffnungsschritte.

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) freute sich über die neuen Lockerungen. „Die erweiterten Besucherzahlen ermöglichen unseren Künstlerinnen und Künstlern ihren Auftritt vor einem größeren Publikum, gleichzeitig schaffen sie Perspektiven für unsere Kulturschaffenden“, sagte er. „Wir können damit einen weiteren wichtigen Schritt für das kulturelle Leben in Bayern in der Corona-Krise gehen.“ Er freue sich sehr, dass diese Entscheidung auf Basis der vorliegenden Infektionszahlen möglich sei. Es sei wichtig, „Gesundheitsschutz auf der einen Seite und kulturelle Freuden auf der anderen Seite miteinander in Einklang zu bringen“, betonte er.