Aus Sicht des Gesundheitsamts sei die Entwicklung der Pandemie in Stadt und Landkreis im Rahmen, wenn man mit anderen Landkreisen vergleicht.

„Wir können nicht verhindern, dass Bürger erkranken und eventuell auch sterben, aber das Abflachen der Kurve ist gut gelungen“, sagte von Stetten.

Insgesamt seien in der Stadt und im Landkreis Bayreuth derzeit 74 Personen positiv auf das Virus getestet worden. 17 in der Stadt, 48 im Landkreis und neun aus anderen Landkreisen und Bundesländern.

Zwei ältere Bürger aus dem Landkreis seien gestorben. „91 und 75 Jahre alt, aus dem Landkreis mit Vorerkrankungen“, so von Stetten. Derzeit liegen vier intensivpflichtige Patienten im Klinikum, die beatmet werden müssen.

„Wir befinden uns auf dem ansteigenden Ast der Erkrankungszahlen. Das Hauptgeschehen ist in den nächsten vier Wochen zu erwarten“, sagte von Stetten. Die Ausgangseinschränkungen seien gut. „Das hat gut geklappt, es gab keine nennenswerten, großen Veranstaltungen wie ein Starkbierfest. Wir waren rechtzeitig dran.“

Das Krankenhauspersonal wie auch das Gesundheitsamt arbeite am Limit. 19 Mitarbeiter betreuten die Corona-Hotline des Gesundheitsamts. „Bis zu 1500 Anrufe und 1500 E-Mails am Tag gehen ein.“ Fünf Ärzte seien täglich damit beschäftigt, nachzuverfolgen, wer sich bei wem angesteckt haben könnte und wer in Quarantäne gehört. 

Kranke wurden bisher nur zu Hause getestet. Ab Montag wird es für die Stadt und den Landkreis eine neue Test-Station geben. „Zwei Labore haben zugesagt, dass wir ab Montag 13 Uhr mit zusätzlichen Abstrichen starten können“, sagte von Stetten.

Getestet werden weiterhin aber nur direkte Kontaktpersonen, die Krankheitssymptome haben. „Bei fehlenden Symptomen ist der Test nicht zu 100 Prozent sicher.“