Zwar lag der Auftragseingang im ersten Quartal mit 588 Millionen Euro (Vorjahr 669 Millionen) nur geringfügig unter den Erwartungen, da das Vorjahresquartal durch zwei Großaufträge beeinflusst war. Beim Umsatz gab es mit einem Minus von 17 auf 518 Millionen Euro aber eine deutliche und nicht eingeplante Delle. Auch der operative Gewinn (Ebit) sei gesunken, aber weiterhin positiv, meldet das Unternehmen, das zu den ungeraden Quartalen keine konkreten Angaben zum Ergebnis macht.

Große Werke geschlossen

„Die durch das Corona-Virus ausgelöste Wirtschaftskrise hat auch KSB getroffen. Insbesondere die in der zweiten Märzhälfte staatlich verordneten Schließungen unserer großen Werke in Indien, Pakistan, Südafrika und Spanien haben uns unvorbereitet getroffen, ebenso wie verschobene Service-Aufträge von fest eingeplanten Wartungen“, wird Stephan Timmermann zitiert, der Sprecher der KSB-Geschäftsleitung.

Alle drei Segmente – also Pumpen, Armaturen und Service – sind von den Rückgängen betroffen. So ging der Umsatz bei den Pumpen um 5,1 Prozent und bei den Armaturen um 2,4 Prozent zurück. Das Minus im Bereich Service fiel mit 0,2 Prozent am geringsten aus und wird vor allem mit dem Verkauf einer französischen Service-Gesellschaft im Januar erklärt. Bei den Regionen verzeichneten Nord- und Südamerika noch ein Wachstum beim Auftragseingang, während die übrigen Regionen Rückgänge meldeten. Beim Umsatz gilt das für alle fünf Kontinente.

Finanzlage stabil

Trotz der Corona-Auswirkungen sei die Finanzlage stabil, betont das Unternehmen. Demnach verfügte KSB Ende März über liquide Mittel von 309 Millionen Euro sowie über zusätzliche ungezogene Kreditlinien von mehr als 300 Millionen Euro. Diese stünden weder unter dem Vorbehalt der Einhaltung bestimmter finanzieller Kennzahlen noch der Einstufung von Rating-Unternehmen und sicherten damit die finanzielle Stabilität und Flexibilität des Unternehmens. Einen Ausblick wagt das Management wegen der Pandemie nicht. red/sts/