Coburg/München - Hans-Jürgen Heitmann, Vorstandssprecher der HUK-Coburg Versicherungsgruppe, erwartet nicht, dass in absehbarer Zeit Autos auf Deutschlands Straßen autonom fahren. Natürlich beobachte auch die HUK die Entwicklung. Diese sei aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass man sich schon über neue Versicherungsangebote Gedanken machen müsse. Dagegen setze man sich sehr wohl mit der Frage auseinander, wie zusätzliche Sicherheitstechnik, die in zunehmendem Maße in Autos Einzug hält, in die Tarifberechnung einfließen kann. Heitmann nannte als Beispiele Kollisionswarner, die den Fahrer beim Bremsen unterstützen, Spurhalteassistenten oder den Toter-Winkel-Warner. Aber auch das ist noch Zukunftsmusik. Denn bislang fehlen dem Coburger Versicherer fundierte Informationen darüber, welche Sicherheitssysteme in welche Autoflotten als Standard eingebaut werden und welchen Einfluss diese auf Schadensverläufe - Unfälle - haben. Die HUK sei dabei, "sich darüber ein Bild zu verschaffen". Denn klar sei: "Die Kunden erwarten, dass solche Systeme honoriert werden", sagte Heitmann auf Nachfrage.