Der Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration und Corona-Infektionsrisiko kann durch das Tragen einer partikelfiltrierenden (FFP2-) Maske deutlich abgeschwächt werden. Während in der Freikirche fast keiner eine solche Maske trug, taten das in den beiden anderen Gottesdiensten fast alle.
Kirchen erklären sich
Wie äußern sich die Kirchen zu den Werten? Ein Sprecher des zuständigen katholischen Erzbistums sagt: „In den vergangenen beiden Jahren sind uns keine Fälle bekannt, dass es in einem Gottesdienst im Bereich der Erzdiözese zu einer Corona-Infektion gekommen ist.“ Ein Sprecher der evangelischen Kirche Württemberg argumentiert mit kircheninternen Abwägungen: In vielen Kirchenräumen sei die Durchlüftung schwierig, weil „die zu trockene Luft Kunstgegenstände in den Kirchen angreift”. Zudem seien viele Kirchengebäude einfach nicht fürs Durchlüften angelegt. Und: „Mancherorts könnte eine Zugsituation entstehen, bei der einige Besucher besonders stark mit Viren belastet werden.”
Die Kirchen haben vor diesem Hintergrund entschieden, die dringende Empfehlung zum Tragen einer Maske aufrechtzuerhalten. Verpflichtend ist das Masketragen wie auch in den meisten anderen Lebensbereichen indes nicht mehr – angesichts der gemessenen CO2-Werte zumindest bei gut gefüllten Gottesdiensten in traditionellen Kirchenräumen aber sinnvoll.