Im Vollbesitz seiner Kräfte scheint auch wieder Stürmerstar Mbappé zu sein. Der Franzose hatte sich bei der missglückten Real-Generalprobe beim 1:1 gegen den FC Girona eine Kopfwunde zugezogen, die genäht werden musste. Mbappé trainierte zu Wochenbeginn aber schon wieder. Und sein Name stand auch vor dem Abflug des Real-Trosses nach München auf der Kaderliste.
Auch wenn Mbappé, der im Hinspiel das königliche Hoffnungstor zum 1:2 erzielte, auflaufen kann, spricht nahezu alles dafür, dass die Bayern ihren Real-Fluch nach den vier bitteren K.o.-Hieben im Halbfinale 2014, Viertelfinale 2017, Halbfinale 2018 und Halbfinale 2024 endlich durchbrechen können: Form, Personal, Heimvorteil - und auch die Europapokal-Statistik.
Nur einmal sind die Münchner in einer K.o-Runde nach einem Auswärtssieg im Hinspiel noch ausgeschieden, 2011 im Königsklassen-Achtelfinale gegen Inter Mailand. Nach dem 1:0 in Italien verloren sie daheim mit 2:3. Damals galt noch die Auswärtstorregel, deswegen kam Inter ohne Verlängerung weiter.
Der Real-Mythos und ein historisches 4:0 in München
Trotzdem hat Real Madrid diesen einzigartigen Champions-League-Mythos. Bis heute ist das 0:4 gegen das Real-Team um Cristiano Ronaldo im Halbfinal-Rückspiel 2014 die höchste Heimniederlage der Bayern in Europas Topliga.
Schon ein Unentschieden würde den Bayern zum Weiterkommen reichen. Aber auf solche Rechenspiele lässt sich Kompany nicht ein. "Meine Gedanken sind unkompliziert. Wir möchten das Spiel einfach zu Hause gewinnen", sagte er.
Der Belgier kann und wird wohl wieder auf die Startelf von Madrid setzen. Auch Nationalspieler Serge Gnabry ist nach seinen Knieproblemen fit, wie Kompany bestätigte. Jamal Musiala wird in seinem 50. Champions-League-Spiel damit wohl wieder die Rolle des Edeljokers einnehmen.