Mit wenigen Schritten ist man mitten in der Natur. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind ebenso in wenigen Minuten zu erreichen wie die Bushaltestellen an der Kulmbacher Straße und in der Maintalsiedlung, wohin ein neu gebauter Fußweg führt. Eigentlich eine traumhafte Lage für Menschen, die einen kurzen Fußmarsch nicht scheuen.

Darüber hinaus ist das Wohngebiet Untere Rotmainaue bestens an das Radwegenetz angebunden. Ob entlang des Roten Mains oder auf dem Radweg entlang des Nordrings – Radfahrer können gefahrlos und schnell in die Innenstadt gelangen. Die Situation für Autofahrer wurde dadurch verbessert, dass die Zufahrt verbreitert und ausreichend Parkplätze ausgewiesen wurden. Sogar an einen Spielplatz für die kleinen Bewohner haben die Planer der Gewog gedacht.

Doch gerade für die Kinder, aber auch für die gehbehinderten Bewohner bringt die abgelegene Idylle ein großes Problem mit sich: Es gibt für sie keine direkte Möglichkeit, mit dem Bus in die Stadt – zur Schule, zum Arzt, zum Einkaufen – zu gelangen. Ein Manko, das bei der Gewog, bei der Stadtverwaltung und bei den zuständigen Stadtwerke bekannt, aber nicht zu lösen ist. Die Linien der Stadtbusse führen nun mal nicht auf dem Nordring an der Unteren Rotmainaue vorbei.

Es muss aber im Interesse der Kinder und behinderten Bewohner eine Lösung geben. Allein wirtschaftliche Gründe dürfen kein Ausschlusskriterium sein. Mit etwas gutem Willen sollten die Verkehrsexperten eine Lösung finden können. Ein dauerhafter Schulbus und ein Anruftaxi lassen sich mit etwas gutem Willen organisieren.

gunter.becker@kurier.de