Schon wieder Unfall Erneut kracht es schwer bei Schwingen

Melitta Burger

Schon wieder mussten zahlreiche Rettungskräfte zu einer Unfallstelle auf der Bundesstraße 85 in den Neudrossenfelder Ortsteil ausrücken. Diesmal hat ein Porschefahrer die Kontrolle über seinen Sportwagen verloren und ist frontal in den Gegenverkehr gekracht.

Schwingen - Schon wieder hat es auf der Bundesstraße 85 zwischen Kulmbach und Neudrossenfeld auf Höhe der Abzweigung nach Schwingen schwer gekracht und einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienst ausgelöst. Zwei Autos sind frontal zusammengestoßen, zwei Menschen wurden verletzt und ins Klinikum Kulmbach gebracht. Im Bereich der Unfallstelle ist es dann noch zu einem weiteren Unfall gekommen, als ein Taxi auf einen vorausfahrenden Transporter auffuhr. Rund zweieinhalb Stunden war die B 85 in beiden Fahrtrichtungen total gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr, vor allem den Schwerlastverkehr, weiträumig um. Für diejenigen Lkw-Fahrer, die bereits in den langen Staus sowohl in Richtung Kulmbach als auch in Richtung Bayreuth standen, hieß es, Geduld zu bewahren.

Gegen 11.45 Uhr, berichtet die Sachbearbeiterin der Kulmbacher Polizei ist es zu dem Unglück gekommen. Der 43-jährige Fahrer eines Porsche Carrera älteren Baujahrs aus dem nördlichen Landkreis Kulmbach ist von Schwingen kommend auf die B 85 in Richtung Bayreuth abgebogen. „Wahrscheinlich aufgrund der nassen Fahrbahn und wohl auch mit zu hohem Tempo ins Schleudern gekommen und in den Gegenverkehr geraten. Dabei ist er frontal gegen den Pkw der Marke Mercedes A-Klasse einer 71 Jahre alten Frau aus Kitzingen geprallt. Unmittelbar nach diesem Frontalzusammenstoß hat es dann noch einmal gekracht: Fast direkt an der ersten Unfallstelle fuhr ein Taxi auf einen Klein-Lkw auf. Die beiden an dem Frontalunfall beteiligten Fahrer wurden mit glücklicherweise wohl nur leichteren Verletzungen vom Rettungsdienst des BRK  ins Krankenhaus gebracht. Auch ein Notarzt war den Verunglückten zu Hilfe geeilt.

Um 11.50 Uhr ging  bei der Integrierten Rettungsstelle der Alarm ein. Erneut war es, wie Feuerwehr-Sprecher Yves Wächter berichtet, ein sogenannter E-Call, also ein automatischer Notruf aus einem der beteiligten Fahrzeuge, der die Retter über einen Unfall informiert hatte.  Die Wehren aus Brücklein, Neudrossenfeld, Altdrossenfeld und Kulmbach rückten sofort aus. Die Retter sollten viel zu tun bekommen, nicht nur direkt an der Unfallstelle, wo Benzin und Öl ausgelaufen waren. Die Feuerwehrleute kümmerten sich vor allem um die Umleitung des Verkehrs auf der viel befahrenen B 85. Unmittelbar bei Leuchau und weiträumiger auch schon von der Autobahnabfahrt der A 70 bei Unterbrücklein wurden die Fahrzeuge auf Ausweichrouten geschickt. Vor allem der Lkw-Verkehr wurde besonders weiträumig geleitet, damit keine Verkehrslawine durch kleine Ortschaften gelenkt werden musste, berichtet der Feuerwehr-Sprecher. Rund 30 ehrenamtliche Kräfte waren dafür über mehrere Stunden im Einsatz.

Den Schaden an den beteiligten Fahrzeugen schätzt die Polizei auf mindestens 50 .000 Euro. Erst gegen 14.15 Uhr waren alle beteiligten Fahrzeuge von der Unfallstelle entfernt und die Fahrbahn wieder gereinigt.  Mehrere Abschleppwagen mussten angefordert werden. Danach konnte der Verkehr freigegeben werden. Die zahlreichen Lkw-Fahrer in den Staus konnten ihre Zwangspausen beenden.

An der Unfallstelle haben sich Helfer gefragt, wie es immer wieder in diesem Bereich zu schweren Unfällen kommen kann. Antwort kann niemand geben. Erst am vergangenen Wochenende war es bei Schwingen auf der B 85 zu einem schweren Unglück gekommen, als ein Sprinter von der Fahrbahn abkam und anschließend umkippte. Mitte Mai starb ein 37 Jahre alter Kulmbacher, als er ebenfalls bei Schwingen mit seinem Auto frontal mit einem Holzfuhrwerk zusammengestoßen war. Fast an derselben Stelle war es im Dezember 2020 schon einmal zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Auto und einem Lkw gekommen, bei dem ein 31 Jahre alter Mann tödliche Verletzungen erlitten hatte.

 

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