Der SPD stehe er vielleicht deshalb näher, weil bereits sein Vater, ein Mauerer, SPD-Mitglied gewesen sei. Wenngleich die Parteipolitik in der Kommunalpolitik nur eine untergeordnete Rolle spielen sollte, so Hofmann, der sich als „Arbeiterkind“ bezeichnet. In Döllnitz aufgewachsen, wohnt er seit 1973 bis heute in Thurnau. Das Abitur legte er 1983 am Caspar-Vischer-Gymnasium ab, das damals noch als ein Mädchengymnasium galt. „Wir waren nur sieben Jungen, das prägt einen fürs Leben“, sagt Hofmann in seiner für ihn typischen verschmitzten Art. Nach der Bundeswehrzeit wurde er Redakteur bei der „Bayerischen Rundschau“, wo er es bis zum Leitenden Redakteur der Stadtredaktion brachte. „Ich habe damals viel aus dem Stadtrat und dem Kreistag berichtet. Da habe ich auch gelernt, wie man einen Haushalt liest.“ Zielführend handeln, Kompromisse und Mehrheiten suchen, mit Argumenten überzeugen – das will er nun als Bürgermeister in einer zweiten Amtszeit fortsetzen. Als Journalist habe er selbst oft unter „quälend langen Grußworten“ gelitten. Daher halte er keines, das länger als sieben Minuten dauere. Seine Frau, die er 1999 heiratete, frage er immer wieder, ob er sich verändert habe im Amt. „Ich nehme mich als Person nicht so wichtig. Klar erwarte ich eine gewissen Respekt und ich bin wie ich bin. „Aber abgehoben bin ich nicht.“