Bürgermeister Hollfeld Großes Schweigen - aber auch kein Dementi

Noch ist völlig offen, wer neben Thorsten Roß von der Wahlgemeinschaft Hollfeld-Land ins Chefzimmer des Rathauses einziehen will. Foto: red

HOLLFELD. Die Wahlgemeinschaft (WG) Hollfeld-Land hat den Startschuss gegeben, hat mit Thorsten Roß frühzeitig ihren Bewerber für die Bürgermeisterwahl im Frühjahr 2020 benannt. Gehandelt werden in Hollfeld weitere Namen – doch offiziell bekennt sich noch niemand zu einer Kandidatur. Aber: Keiner dementiert ein mögliches Interesse an der Nachfolge von Karin Barwisch (Bürgerforum), die nach zwei Amtsperioden nicht mehr antritt.

Das gilt auch für Hartmut Stern, Fraktionssprecher des Bürgerforums im Stadtrat. Es sei einfach noch zu früh, sich definitiv zu äußern: „Wir werden noch mehrere Gespräche führen, eine Entscheidung wird frühestens im August fallen“, so Stern im Kurier-Gespräch. Ausschließen wolle er jedoch nicht, dass er ins Rennen geht.

"Jede Menge Zeit"

Das will auch dritter Bürgermeister Wolfgang Degen nicht. Der CSU-Mann war schon vor sechs Jahren als Bewerber im Gespräch, zog dann aber aus familiären Gründen die Reißleine. „Uns drängt ja niemand, wir haben noch jede Menge Zeit“, sagt Degen. Das bestätigt Fraktionssprecher Michael Schatz, der selbst nicht mehr für den Stadtrat kandidieren wird, „ich war lange genug dabei“.

Eine Nominierung könne auch erst im November oder Dezember erfolgen. Wie beim Bürgerforum deutet jedenfalls alles darauf hin, dass die Partei einen eigenen Kandidaten aufstellen wird.

"Fragen Sie mich im November"

Immer wieder fällt in Hollfeld auch der Name Thomas Appel. Der Stadtrat der Heimatliste übt sich ebenfalls in Zurückhaltung: „Fragen Sie mich im November.“ Vorher müsse ja auch keine Entscheidung fallen, verweist auch er auf den nicht vorhandenen Zeitdruck bei der Entscheidungsfindung.

Denkbar sei alles: „Ich bin sehr hin und her gerissen.“ Letztlich spielten auch seine beruflichen Belange als Geschäftsführer des Bange-Verlages eine wesentliche Rolle. „Noch bin ich sehr unentschlossen, ich will daher nichts aus dem Rohr schießen. Wenn ich was sage, dann muss es auch fix sein“, sagt Appel.

Lieber Landrat oder lieber Bürgermeister?

Bleiben noch die Grünen. Bei denen ist alles offen, betont Stadt- und Bezirksrat Manfred Neumeister auf Anfrage. Auch was seine Person angeht. Zunächst müsse die Partei klären, wie sie sich im Landrats-Wahlkampf positioniert. Das dürfte bis Ende Juli der Fall sein, Kreisverband und Kreistagsfraktion wollen gemeinsam beraten.

Könnte Neumeister selbst an den Start gehen? Schweigen. Aber auch hier kein Dementi. Feststeht nur, dass Bezirkssprecherin Susanne Bauer aus Pegnitz, die für die Grünen bei der Bundestagswahl ein respektables Ergebnis einfuhr, außen vor ist. Sie bastelt an ihrer Doktorarbeit und hätte daher keine Zeit für einen Wahlkampf, bestätigte sie unserer Zeitung.

Ob Neumeister eher Richtung Landrat oder eher Richtung Bürgermeister denkt, will er noch nicht bekunden. Frühestens im Herbst dürfte sicher sein, wohin die Reise geht, sagt er.

 

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