Nach Angaben des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gibt es in Stadt und Landkreis Bayreuth derzeit 46 Biogasanlagen. Derzeit sei eine Stagnation erkennbar, erläuterte der Fachberater für Pflanzenbau, Friedrich Asen. Im Landkreis Bayreuth sei im vergangenen Jahr 21,7 Prozent der Ackerfläche mit Silomais bebaut worden, das waren fast 7000 Hektar. Zu Beginn des Biogasbooms 2006 waren es rund 4000 Hektar. „Solange der Anbau nicht mehr als 25 Prozent der Ackerfläche beträgt, ist das in Ordnung“, betonte Asen. Auch der Kreisobmann des Bauernverbandes, Karl Lappe, sieht das Thema gelassen. Von einer „Vermaisung“ könne nicht gesprochen werden. Er räumte ein, dass der Maistransport mit schweren Fahrzeugen durchgeführt werde. Die Tonnage sei begrenzt, Straßenschäden seien auszuschließen, sagte Lappe, der Bürgermeister von Mistelgau ist. Auch der Verein „Wohlfühlregion Fichtelgebirge“ hatte bei einer Präsentation im Landratsamt Anfang November die „Vermaisung der Landschaft“ als Schwäche im Landkreis bezeichnet. Auf Nachfrage hieß es, die Aussage stelle keine Meinung des Regionalmanagements dar. Inzwischen habe man die Aussage in „Vermaisung touristisch relevanter Landschaft“ abgeändert. Laut der Bioenergieregion Bayreuth werden in einzelnen Gemeinden bereits 35 Prozent der Ackerfläche für Energiepflanzen verwandt.