BTS-Bogenschützen Spannung bis zuletzt im Abstiegskampf

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Eine ganz knappe Entscheidung zeichnet sich im Rennen um den Klassenerhalt ab. Foto: Imago/Laurie Dieffembacq

Ausgerechnet gegen direkte Konkurrenten leisteten sich die Bogenschützen der TS Bayreuth am vorletzten Wettkampftag der Bundesliga schmerzliche Punktverluste im Kampf gegen den Abstieg.

Schon vor dem letzten Wettkampftag in der Bundesliga der Bogenschützen stehen in der Südstaffel zwei Entscheidungen fest. Für das Finale der besten acht Mannschaften in Deutschland haben sich vier Vereine so gut wie sicher qualifiziert: die Teams aus Tacherting, Ebersberg, Villingen-Schwenningen und Welzheim. Dass die ausschließlich mit Nationalkaderschützen besetzten Top-Teams aus Tacherting und Ebersberg dies schaffen, ist keine Überraschung. Der starke Auftritt der Villinger ist auch der Verstärkung durch die ukrainische Nationalkaderschützin Polina Rodionova zu verdanken. Den Abstieg nicht mehr vermeiden kann der TSV Natternberg. Die Niederbayern haben nach drei Wettkampftagen erst einen einzigen Punkt auf dem Konto.

Völlig offen ist aber, wer Natternberg beim Gang hinab in die Zweite Bundesliga begleiten muss. Hier kommt es beim Saisonfinale Anfang Februar in Welzheim zum Dreikampf zwischen Freiburg (15 Punkte), Bayreuth und den saarländischen Burgschützen aus Büschfeld (jeweils 14). Ausgerechnet gegen diese beiden direkten Konkurrenten gaben die Bayreuther jetzt beim vorletzten Wettkampftag in Tacherting wertvolle Punkte ab.

Die Niederlagen in den ersten Duellen gegen die drei Spitzenteams hatte BTS-Mannschaftsführer Mark Fichtner eingepreist. Beim 2:6 gegen Villingen und beim 3:7 gegen Tacherting holten Jakob Hetz und Mario Schirrmeister sowie Florian Babl und Neil Bennemann aber immerhin fünf wertvolle Satzpunkte für die Endabrechnung. Beim 6:2 gegen den Tabellenvierten SGI Welzheim, schien sich dann die Waage zugunsten der Bayreuther zu senken, zumal nun die Duelle gegen die Konkurrenz in der unteren Tabellenhälfte anstanden.

Gegen Natternberg fuhren Hetz, Schirrmeister und die zwischenzeitlich eingewechselte Katharina Schmidt auch ein glattes 6:0 ein. Allerdings setzte es danach gegen Freiburg sofort wieder ein schmerzhaftes 0:6. Ganz besonders unglücklich war zuvor jedoch die 4:6-Niederlage gegen Büschfeld. Hier hatten die Bayreuther nach einem 2:4-Rückstand noch über ein 4:4 den entscheidenden Satz erzwungen, mussten das Match am Ende aber doch verloren geben.

Der Sieg hätte ein Vier-Punkte-Polster zum Abstiegsrang gebracht, aber so gehen Büschfeld und Bayreuth nun beide mit 14 Punkten in den letzten Wettkampftag. Dank einer um zehn Punkte besseren Satzdifferenz stehen die Bayreuther noch auf dem rettenden sechsten Platz, und Freiburg auf Rang fünf hat nur einen Punkt Vorsprung. Mark Fichtner ist jedenfalls zuversichtlich: „Heute hat uns die Konstanz gefehlt. Gegen Tacherting und auch gegen Welzheim haben wir aber sehr gute Ergebnisse geschossen. Das gibt uns allen Anlass zur Hoffnung.“

 

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