Brühtrogrennen Baden gehen mit dem Sautrog

Packende Rennen und Bäder in der Wiesent sind garantiert beim Brühtrogrennen der Feuerwehr Nankendorf. Foto: Thomas Weichert

NANKENDORF. „Wiesentrenner“ gegen „Schmierbachflitzer“ heißt es wieder am Sonntag, 11. August, ab 14 Uhr. Dann nämlich steigt das inzwischen 27. Internationale Brühtrogrennen auf der Wiesent in Nankendorf.

Das Spektakel, das wieder die Feuerwehr Nankendorf veranstaltet, ist seit 1989 ein Zuschauermagnet. Viele Gäste aus nah und fern werden die Brühtrogkapitäne am Ufer anfeuern, wenn sie mit ihren wackeligen Brühtrögen über die Wiesent schippern. Früher wurden in diesen Trögen die Schweine nach dem Schlachten gebrüht. Das ein oder andere unfreiwillige Bad in den Fluten ist hier programmiert.

Knapp 40 Leute planen

Das Brühtrogrennen ist eine Großveranstaltung geworden und weithin bekannt. Die Vorbereitungen zu diesem einmaligen Event in der Fränkischen Schweiz laufen seit zwei Wochen auf Hochtouren, berichtet Feuerwehrchef Christian Görl, der das Spektakel wieder moderieren wird. Ein Team von circa 40 Leuten planen und arbeiten auch am Festtag mit. „Jeder ist für etwas anderes zuständig“, sagt Görl.

50 Kuchen, 300 Küchla

Die beiden Kommandanten Markus Bäuerlein und Marcus Orlet sind für den Getränkeausschank und die Bar verantwortlich. Stefan Linhardt kümmert sich um die Bedienungen, und für Kaffee und Kuchen ist Rainer Schilling verantwortlich. Circa 50 Kuchen und Torten backen die Frauen im Ort für das Fest. Elke Gick backt mit ihrem Team circa 300 fränkische Küchla. Moderator Christian Görl kümmert sich zusammen mit Michael Trautner um das reichhaltige Essensangebot.

Viel Geld für Werbung

„Wir wenden auch sehr viel Geld und Zeit für die Werbung auf“, erzählt Görl. 300 Plakate wurden von Mitgliedern der Wehr in der gesamten Fränkischen Schweiz aufgehängt. Im Wiesenttal oder Ebermannstadt erledigt das ein Plakatierungsservice, den man aber bezahlen müsse.

Bürokratie hat zugenommen

Die Auflagen für die Veranstaltung sind enorm gestiegen. So gebe es einen richtigen Auflagenkatalog von der Stadt und dem Landratsamt. Dazu gehört, dass muss zum Beispiel jeder Rennteilnehmer eine Schwimmweste tragen muss. Auch folgende Genehmigung gehört seit zehn Jahren dazu: „Ausnahmegenehmigung für ein nicht zugelassenes Wasserfahrzeug, mit dem auch gegen die Fließrichtung gefahren werden darf.“ Es müsse alles jedes Jahr neu beantragt werden. Die Bürokratie für die Veranstaltung, die heute in der Form wohl nicht mehr genehmigt würde, habe deutlich zugenommen.

1500 Besucher bei gutem Wetter

Das Brühtrogrennen begann vor 29 Jahren, als Christian Görls Vater Berthold zusammen mit dem schon verstorbenen Konrad Poser das Grillfest der Feuerwehr attraktiver machen wollte. So kamen sie auf die Idee, zwei Brühtröge zu bauen und mit diesen die Wiesent entlang zu schippern. Das kam so gut an, dass jedes Jahr mehr Besucher und Schaulustige kamen. Wenn am Sonntag schönes Wetter ist, rechnet Görl mit mindestens 1500 Besuchern.

Auch die Brühtrogpiloten wurden im Laufe der Jahre immer mehr. Im vergangenen Jahr starteten 28 Teams mit 56 Teilnehmern. Mehr gehe auch kaum, weil die Rennzeit auf etwa drei Stunden begrenzt ist. Die Starter kommen aus ganz Deutschland und aus dem benachbarten Ausland.

2018 gewannen Ulrike Aßmann und Markus Bäuerlein mit der Bestzeit von 2:53 Minuten souverän. Platz zwei belegten Sascha und Reinhold Grill aus Bamberg in 3:11 Minuten.

Die ersten beiden Brühtröge baute Konrad Poser. Diese waren jedoch so mitgenommen, dass Frank Ritter neue Gefährte zimmern musste. Posers alte Brühtröge stehen heute an den Ortsausgängen von Nankendorf.

Neue Anzeigetafel im nächsten Jahr

Rechtzeitig hat die Feuerwehr auch die Toiletten im Feuerwehrhaus erneuert. Trotz der guten Wetterprognose wird auch wieder ein Festzelt aufgestellt, in dem Abends die Gruppe Franken Top aufspielt. Auch für die Kinder gibt es wieder Attraktionen wie Hüpfburg oder Kinderschminken. Dagegen wird die neue Anzeigetafel mit Stoppuhr erst im nächsten Jahr zum 30. Jubiläum zum Einsatz kommen. Der Festerlös kommt dem Neubau der Toilettenanlagen zu gute“, sagt Christian Görl.

 

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