Es war eine Art Bombe, die die Kulmbacher Brauerei AG am Freitag punkt 12 Uhr platzen ließ. Die Hofer Brauerei Scherdel, nach einer Insolvenz im Jahr 2003 von der Kulmbacher übernommen, wird ihren Geschäftsbetrieb in Hof zum Ende des kommenden Jahres einstellen, hat Kulmbacher bekannt gegeben. Entlassen werden soll von den derzeit noch in Hof tätigen 35 Beschäftigten niemand. Man werde versuchen, sie an anderen Betriebsstandorten unterzubringen, heißt es aus Kulmbach. Im Gespräch ist offenbar Kulmbach und auch der Standort der Plauener Sternquell in Neuensalz. Dort soll, wie es aus Kulmbach heißt, künftig das Scherdel Bier gebraut werden. Zumindest eine Auswahl davon soll erhalten bleiben, vermeldet die Kulmbacher Zentrale. Doch auch wenn es Pilsener, Edelhell, Lager, Hell von Scherdel und vielleicht sogar das später hinzugekommene „Zoigl“ weiterhin geben soll: In Hof ist die Enttäuschung groß. Vor allem die SPD hat harsche Kritik an die Führung des Unternehmens aus Kulmbach gerichtet.