Gottes Geist, ist ein Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit. Den brauchen wir ohnehin und erst recht in einer Krisenzeit wie jetzt! Deshalb habe ich die Gebetsinitiative „Gemeinsam vor Pfingsten“ unterstützt - wie auch schon das Vorgängerprojekt „Deutschland betet gemeinsam“. Da geht es ja nicht darum, exklusiv in und für Deutschland zu beten - national verengt. Gemeinsam ist das entscheidende Wort: Menschen aus unterschiedlichen Kirchen und mit verschiedenen Frömmigkeitsprägungen finden zusammen und beten gemeinsam um den Heiligen Geist.

Unsere Gesellschaft braucht einen neuen „Spirit“, braucht neue Gemeinsamkeit, die nicht durch Ausgrenzung anderer zu Stande kommt. In der Coronakrise sind einige Bruchstellen in unserem Land noch deutlicher hervorgetreten: Ein gutes - doch überzogen auf Wirtschaftlichkeit getrimmtes Gesundheitssystem, eine Überbetonung der körperlichen gegenüber der seelischen Gesundheit oder auch eine Ausnutzung von Arbeitern für billigen Fleischkonsum.

Gottes Geist hilft uns wach wahrzunehmen und mit Kraft, Liebe und Besonnenheit die Chancen, die in jeder Krise stecken, zu ergreifen. Er gibt kräftigen Rückenwind in der Nachbarschaftshilfe für Senioren und Alleinerziehende. Er stärkt liebevolle Achtsamkeit für die Menschen, die in der Pflege und in Betrieben für uns arbeiten, er schenkt besonnenes Einschätzen der Gefahren für uns selbst und für die Menschen mit Risiko und für Leib und Seele.

„Komm Heil’ger Geist“ - war unser Gebetsruf bei unserer ökumenischen Gebetsaktion, weil Gottes Geist Kraft, Liebe und Besonnenheit verbreitet. Die schenke er uns und allen in unserem Land. Ein frohes Pfingstfest wünsche ich Ihnen!