Auch Weggefährten kommen zu Wort
Neben Becker kommen auch Weggefährten zu Wort, wie Beckers ehemaliger Manager Ion Țiriac oder die Ex-Profispieler Björn Borg und John McEnroe. Es rührt, wie die gealterten Tennisstars mit gegenseitigem Respekt voneinander sprechen, sich analysieren - und es amüsiert, wenn sie auch mal liebevoll übereinander herziehen.
Eine der besten Stellen im Film ist, wenn McEnroe von einem Match gegen Becker 1989 erzählt und ihm vorwirft, jahrelang bei Spielen künstlich gehustet zu haben, um seine Gegner zu irritieren. In dem Spiel fing McEnroe dann an, Becker zu imitieren.
Auf den Titel angesprochen - die Welt gegen Boris Becker - antwortet der Ex-Tennisstar, er wolle sich nicht über sein Leben beschweren. Er habe Fehler gemacht, wie vermutlich jeder andere auch. Dafür habe er einen hohen Preis bezahlt. Nun sei er froh, nach acht Monaten und sechs Tagen heil aus dem Gefängnis gekommen zu sein, „in Frieden und Freiheit“. Er sei heute ein bisschen besser, ein bisschen klüger, ein bisschen demütiger. „Wir sollten uns alle bemühen, bessere Menschen zu sein“, erklärt er. „Gelingt uns das jeden Tag? Ich glaube nicht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man.“