Kurz und knapp gefasst war das am vergangenen Donnerstag in die Briefkästen verteilte Schreiben an die zehn Anwohner des Böttgerweges. Zu knapp für Anlieger Dieter Hausmann. "Wir erhielten keinerlei Informationen darüber, worauf wir uns in den zwei Wochen einstellen müssen", beklagt er. "Keine Infos darüber, wie die Müllabfuhr geregelt wird; keine Infos, ob die Versorgung mit Gas und Wasser unterbrochen werden muss und niemand hat uns mitgeteilt, wie lange die Straße gesperrt wird und ob wir mit den Autos noch zu unseren Grundstücken fahren können", sagt Hausmann. Was ihn aber besonders wurmt ist, dass man ihn und die anderen Anlieger erst so kurz vor Beginn der Bauarbeiten informiert hat. Und dass sie jetzt die Leidtragenden sind für ein Fehlplanung, die bei der Erschließung der Bauplätze passiert sein muss. Denn die beiden Leitungen für Gas und Wasser seien vor rund 20 Jahren falsch verlegt worden, hat Hausmann zwischenzeitlich herausgefunden. Sie führen im Kreuzungsbereich zu eng an der Bordsteinkante statt in der Mitte der Straße entlang. "Wir müssen jetzt die Planungsfehler der Vergangenenheit ausbaden", sagt Hausmann. Fehler, die bisher niemandem aufgefallen sind, da das Grundstück, an dem die Leitungen knapp vorbeigeführt wurden, bisher nicht bebaut war. Das hat sich vor zwei Jahren geändert, als auf dem Grundstück mit dem Bau eines Wohnhauses begonnen wurde. Im Zuge dieser Bauarbeiten wurde man auf die Fehlplanung aufmerksam. Die für den Leitungsbau zuständigen Stadtwerke mussten schnell handeln.