Blumenschmuck In Pegnitz schon lange Blühwiese angelegt

Der Pegnitzer Stadtgärtner Gerhard Sporrer. Foto: Ralf Münch

PEGNITZ. Gerhard Sporrer kümmert sich seit 30 Jahren um die Pflanzen in der Stadt. „Es war im Mai 1989, als ich als Gärtner anfing“, sagt der 57-Jährige. In Auerbach hatte er bei der Gärtnerei Roßbacher gelernt und gearbeitet. „Im Winter mussten wir dort aber immer stempeln. Das wollte ich einfach nicht. Bei der Stadt Pegnitz war es besser.“

Das Bild eines Gärtners habe sich, so Sporrer, in all den Jahren sehr verändert. Damals hat man alle Pflanzen in Gewächshaus gezogen. Inzwischen werden sie oft halb fertig angeliefert und dann dann groß gezogen.

Tulpen und Narzissen

Pegnitz und seine Ortsteile sind bunt. Es ist Sporrer und seinem Kollegen Julian Budeck zu verdanken, dass das so ist. Aber auch einem Team des Bauhofs. „Ohne die sechs Kollegen würde es nicht so reibungslos funktionieren.“ Im Frühjahr werden Tulpen, Narzissen, Vergissmeinnicht oder Stiefmütterchen gepflanzt. Im Sommer Geranien, Dahlien, Strohblumen gepflanzt. Die Canna (nicht winterfeste Topfpflanzen, die rund zwei Meter hoch sind und etwa bei der Pegnitzquelle, am Bahnhof oder an Bayreuther Straße zu sehen sind) werden im Winter bei seinem früheren Arbeitgeber in Auerbach eingelagert.

Von der schönsten Seite

Gibt es auch im Winter Arbeit für einen Gärtner? „Natürlich. dann sind schneiden wir Hecken. Und davon gibt es genügend. Und außerdem bin ich auch zum Winterdienst eingeteilt.“ Seine Lieblingsblumen sind Rosen. „Aber darum kümmert sich meine Frau im Garten. Sie wissen ja, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe.“

Das sagt er auf die Frage ob seine Arbeit auch sein Hobby sei. In früheren Jahren, als er mit seinem Beruf als Stadtgärtner begann, wurde noch nicht so viel Wert auf eine bunte, blühende Stadt gelegt. Das habe sich erst mit der Zeit geändert. Sporrer: „Wir müssen uns einfach bewusst sein, dass wir hier in der Fränkischen Schweiz eine Urlaubsregion sind. Wir machen das ja auch für die Urlauber. Wir wollen uns von der schönsten Seite zeigen.“

Er berichtet auch, dass 2018 und 2019 die Pflanzen unter der Trockenheit extrem gelitten haben. Da sei jeden Tag jemand nur damit beschäftigt die Blumen zu gießen. Und wie viele das sind. das kann er auch nicht genau sagen.

Kein großes Thema

Was die Themen Blühwiesen und Artenerhalt betrifft: Sporrer weiß, dass man bereits vor etwa acht Jahren damit begonnen hat, Blühwiesen stehen zu lassen. In der breiten Öffentlichkeit war das kein großes Thema. Solche Wiesen gibt es in Bronn, Neudorf, Troschenreuth, in der Reusch oder beim Bahnhof. „Um zu wissen, dass das wichtig ist, hätte man doch nicht bis heute warten müssen. Das haben wir schon vor Jahren gemacht.“

 

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