"Bleibt zuhause" Rührender Corona-Appell der Wachalskis

Steve Wachalski und Sohn Marlon unbeschwert nach einem Waldspaziergang: Damit das auch in Zukunft so bleiben kann, hat Marlons Mama Sabine Köllen nun einen rührenden Aufruf über Facebook gestartet, die auferlegten Maßnahmen in der Corona-Krise doch unbedingt ernst zu nehmen. Marlon ist infektanfällig und lungenkrank. Foto: privat

BASKETBALL. Es ist ein rührender Aufruf, der alle Unbelehrbaren und Ignoranten wach rütteln soll, in der Corona-Krise doch endlich verantwortungsbewusst zu handeln. Verfasst hat ihn Sabine Köllen, die Verlobte von Steve Wachalski, dem ehemaligen Publikumsliebling des Bundesligisten Medi Bayreuth. Im Namen ihres dreijährigen Sohnes Marlon schreibt sie auf ihrem Facebook-Profil: „Hallo du! Ich bin einer von denen, die man Risikogruppe nennt. Ich bin 3 Jahre alt und durch meine viel zu frühe Geburt infektanfällig und lungenkrank. Ich habe schon viele Monate meines Lebens im Krankenhaus verbracht. Ich war auch viele davon mit meiner Mama isoliert. Viele Tage und Wochen in einem kleinen Raum ohne nach draußen zu können, an die frische Luft. Ich weiß, wie das ist. Und meine Mama auch.“

Verbunden sind die emotionalen Zeilen mit dem Appell, doch Zuhause zu bleiben. „Trefft euch nicht in großen Gruppen. Helft mir, gesund zu bleiben. Helft mit, dass ich größer werden darf und meine Lunge stärker werden kann. Ich möchte noch so viel sehen und noch ganz oft im Wald spazieren gehen können. Du musst nicht viel tun. Bleib einfach zuhause. Ich danke dir von Herzen“, schreibt Marlon alias seine Mama Sabine.

„Wir wollten da nicht tatenlos zu sehen“, sagt Steve Wachalski, „und etwas für unseren Marlon tun“. Denn er beobachte die aktuelle Entwicklung schon mit großer Sorge, sagt der 37-Jährige im Gespräch mit dem Nordbayerischen Kurier.

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Er glaube nicht einmal, dass es viele Leute mit Absicht machten. „Den meisten ist einfach immer noch nicht bewusst, wie gefährlich Corona für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ist.“

Seit dem vergangenen Jahr lebt der in Bayreuth immer noch hoch geschätzte Ex-Profi mit seiner Familie in der Nähe von Bonn. „Hier ist die Situation ja mit am Schlimmsten in ganz Deutschland. Deshalb wollten wir nun unbedingt wachrütteln.“