„Schrecklich, grauenvoll“. So kommentiert der Kulmbacher Kreisbrandrat Thomas Hoffmann die Bilder blinder Zerstörungswut und Aggression gegenüber Rettungskräften in der Silvesternacht in Berlin. Erschüttert, aber auch traurig sei er angesichts dieser unverständlichen Gewalt ausgerechnet gegen diejenigen, die kommen, um anderen zu helfen. „Das waren ja kriegsähnliche Zustände, unter aller Kanone.“ Hoffmann kann das nicht nachvollziehen. Er ist erleichtert, dass es Bilder wie in Berlin im Kulmbacher Land nicht gibt. Doch auch der oberste Feuerwehrmann im Landkreis nimmt Veränderungen wahr. Etwa, wenn die Feuerwehr wegen eines Brandes oder eines Unfalls den Verkehr umleiten muss und Autofahrer deswegen pöbeln. „Da fallen schon mal Schimpfwörter“, weiß Hoffmann. „Aber körperliche Gewalt, das kennen wir hier Gott sei dank bisher nicht.“ Der Kreisbrandrat schaut zwar mit Sorge auf wachsende Aggression. „Das einer mal randaliert und aufmüpfig wird, das kann auch hier vorkommen.“ Er ist sich aber sicher: „In der Dimension, wie das in Berlin gewesen ist, halte ich das bei uns für ausgeschlossen.“