Krisen definieren die Karrieren von Politikern. Das öffentliche Bild, das sie in einem kritischen Moment abgeben, kann ihren Einfluss dauerhaft befördern oder beschädigen. Helmut Schmidt (SPD) blieb sein Leben lang der „Herr der Flut“, weil er 1962 als Hamburger Innensenator beherzt die Rettungsmaßnahmen während einer Sturmflut anführte. Gerhard Schröder (SPD) profilierte sich – ob zu Recht oder Unrecht, mag dahingestellt bleiben – als starker „Macher“, weil er in Regenjacke und Gummistiefeln in Elbdörfern auftauchte, die unter der Jahrhundertflut des Jahres 2002 litten. Armin Laschet (CDU) dagegen erholte sich politisch nie mehr von den Fernsehbildern, die ihn 2021 scherzend und lachend während eines Besuchs in den nordrhein-westfälischen Hochwassergebieten zeigten.
Blackout in Berlin Fauxpas in der Hauptstadt
Rainer Pörtner 08.01.2026 - 14:42 Uhr