„Wir sind schon im November beigetreten“, sagte NKD-Sprecher Jörg Roßberg dem Kurier. Man habe viele Gespräche mit dem Bündnis und dem Handelsverband geführt, um abzuklopfen, welche Bedingungen zu erfüllen sind. „Und da haben wir schnell gemerkt, dass das, was wir in Richtung ordentlicher Arbeitsbedingungen bei unseren Lieferanten in Fernost bereits tun, sich weitgehend mit dem deckt, was verlangt wird, oder wir zumindest auf einem guten Weg dorthin sind“, sagte Roßberg. Wie die meisten anderen Textilhersteller lasse auch NKD seine Produkte in Fernost produzieren. „Aber wir gehen da nicht hin, ordern über fremde Einkaufsagenturen und sind dann wieder weg“, sagte Roßberg. Vielmehr sei das Unternehmen bereits seit 20, 25 Jahren mit einer eigenen Tochter und eigenen Mitarbeitern vor Ort. Diese Präsenz gewährleiste einen realistischen Blick auf die tatsächlichen Arbeitsbedingungen in den Fabriken. Bevor NKD Waren kauft, würden die Fabriken, in denen sie hergestellt werden, von den Mitarbeitern vor Ort kontrolliert auf Einhaltung der Sozial-, Qualitäts- und Produktionsstandards, so Roßberg. Und genau das werde vom neuen Textilbündnis gefordert. Das koste zwar etwas mehr Geld, „aber dieser Aspekt ist nicht exorbitant“, sagte Roßberg.