Zwischen Lärm, Geruch und Auflagen Anlieger in Stöckig machen Front gegen Eisengießerei

BINDLACH. Dicke Luft im Bindlacher Ortsteil Stöckig: Die Anlieger beschweren sich über Lärm, Geruch und Staub. Verursacher soll die Eisengießerei Trompetter sein. Mit einer Unterschriftenaktion machen sie Druck und fordern das Landratsamt auf, für Abhilfe zu sorgen.

Fast 40 Unterzeichner haben sich in den vergangenen Tagen eingetragen. Sie alle fühlen sich seit geraumer Zeit von den Immissionen belästigt. Ingo Grätke und Dagmar Wahler leben direkt neben dem Eisenwerk. Nur die zweigleisige Bahnstrecke und ein paar hohe Bäume trennen sie von der Produktionsstätte.

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Mittlerweile haben sie schon seitenweise Aufzeichnungen darüber geführt, wann sie der Gießereilärm stört. Um die Lautstärke ermitteln zu können, haben sie sogar ein Messgerät gekauft. Aus Sicht Grätkes hält sich die Gießerei nicht an die Betriebsauflagen. Das Landratsamt müsse dafür sorgen, dass alles rechtens zugehe und niemand in der Nachbarschaft belästigt werde.

Nicht zu laut

Auf Kurier-Anfrage teilte das Landratsamt am Dienstag mit, bei einer Schallpegelmessung hätten sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte überschritten werden. Die Messungen möglicher Luftverunreinigungen haben nach Mitteilung der Kreisbehörde gezeigt, dass die zulässigen Emissionsgrenzwerte deutlich unterschritten wurden.

Firmenchef Matthias Trompetter ließ durch seinen Dresdener Rechtsanwalt Bernhard Becker-Flügel mitteilen, das Unternehmen habe rund 500.000 Euro investiert, um seine Anlagen auf dem neuesten Stand zu halten. Darunter ein neuer Ofen, ein neuer Schalldämpfer für die Ofenabsaugung und eine umweltschonendere Sandluftanlage.

Die neuen Anlagenteile seien 2010 und zum Jahreswechsel montiert worden.