Street Basketball in Bayreuth Korbjagd zu Technoklängen

Auch diese Veranstaltung musste Pandemie-bedingt zwei Jahre pausieren – jetzt ging es wieder rund auf dem Stadtparkett bei der Street Heroes Challenge.

Schon von Weitem sind sie zu hören an diesem Samstagmittag: Rap- und Technoklänge auf dem Bayreuther Stadtparkett. Doch hier ist an diesem Tag kein Festival anberaumt, hier tummeln sich vielmehr sportliche Herren mit ihren Teams, die „Oreo Cookies“, „Highsein Union“ oder „99 Problems but a Swish ain’t One!!!“ heißen. Es geht um die Street Heroes Challenge 2022 – es geht um Basketball.

Zum fünften Mal in der Fußgängerzone

Ausrichter ist der Verein young heroes. Er stellt auch die Schiedsrichter bei diesem Wettbewerb, bei dem im Modus drei gegen drei auf einen Korb gespielt wird. Das ist neu, sagt Andreas Heerdegen, einer der Organisatoren: „Früher wurde fünf gegen fünf gespielt.“ Mit „früher“ sind die ersten vier Auflagen gemeint, die ebenfalls in der Fußgängerzone über die Bühne gingen. Corona-bedingt musste man zwei Jahre bis zur nächsten Auflage warten, für die sich zehn Mannschaften angemeldet hatten. Die meisten aus Bayreuth und Umgebung, „aber sogar zwei Teams aus München sind dabei“.

Guter Zuspruch

Eine Mannschaft bestand aus drei Akteuren plus einem Auswechselspieler, wobei nur maximal zwei im Kader stehen durften, die in der Saison 2021/22 für eine Basketballmannschaft im Seniorenbereich in der Bezirksliga oder höher gespielt haben. Spieler unter 18 Jahren fielen nicht unter diese Beschränkung. Gekämpft wurde auf den zwei Spielfeldern um jeden Quadratzentimeter, manchmal auch durchaus verbissen. Die Schiris hatten nicht immer ein leichtes Amt, mussten schon genau hinschauen. Doch die Stimmung war gut, auch auf den Mini-Tribünen. Für manche war es so etwas wie ein Familienausflug: „Mein Enkel muss beim nächsten Spiel wieder ran“, sagt eine ältere Dame. Die Vorfreude, das Mitfiebern ist ihr anzumerken.

Wollen Basketball in die Stadt bringen“

Zahlreiche Stadtparkett-Bummler blieben stehen und beäugten das Geschehen – zum Teil auch für längere Zeit. Damit erfüllte sich der Wunsch der Veranstalter, genau das wollten sie erreichen. Andreas Heerdegen: „Wir wollen Basketball in der Stadt sichtbar machen, wollen den Sport nahe zu den Menschen bringen – und allen Beteiligten einen schönen Tag bereiten.“

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