"Trotz sorgfältiger Abnahmen und Prüfungen der technischen Anlagen können bestimme Mängel oder verdeckte Fehler erst im Realbetrieb unter verkehrlicher Belastung festgestellt und beseitigt werden", teilte eine Bahn-Sprecherin mit. Fachteams seien an der Strecke unterwegs, um Störungen zu beheben.
Aber auch die bisher nicht erledigten Arbeiten könnten in den kommenden Monaten und Jahren wieder Probleme für Fahrgäste auf der Strecke bedeuten.
Was bedeutet das für die nächsten Korridorsanierungen?
Die Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg war die erste von sieben im Freistaat. Bis Mitte Dezember ist die Strecke zwischen Obertraubling (Landkreis Regensburg) nach Passau komplett gesperrt. Im kommenden Jahr soll dann Rosenheim-Salzburg an die Reihe kommen, ab 2028 die Strecken zwischen München und Rosenheim, Würzburg und Treuchtlingen, Würzburg und Nürnberg sowie Ulm und Augsburg folgen.
Doch wie verlässlich ist die Zeitplanung? Eine Sprecherin betonte, die Bahn wolle aus den Problemen Erkenntnisse ziehen. Welche das konkret sein könnten, sagte sie auf Nachfrage nicht. "Bei der Überprüfung geht es um das "Wie" der Korridorsanierungen, nicht um das "Ob"", hieß es nur. "Sobald die Überprüfung, die in enger Abstimmung mit dem Bund gemacht wird, abgeschlossen ist, wird die DB die Ergebnisse transparent kommunizieren."
Darauf drängt auch der Fahrgastverband Pro Bahn. Verzögerungen bei der Abnahme der Leittechnik würden sich "bei jeder Generalsanierung" wiederholen, monierte der Bundesvorsitzende Lukas Iffländer. Die Bahn brauche mehr Prüfexperten - von Herstellern, im eigenen Haus und Planungsbüros.