Bilanz zeigt brisanten Einsatz Zirkuszelt unter Strom – Feuerwehr eilt zur Hilfe

In ihrem Jahresbericht spricht die Bayreuther Feuerwehr über einen außergewöhnlichen Einsatz, der bisher kaum bekannt war. Bei dem Vorfall vergangenen Herbst stand ein Zirkus am Volksfestplatz unter Strom – anfänglich war von Explosionen die Rede.

Ungewöhnlicher Anblick: die Bayreuther Feuerwehr steht mit ihrem Fahrzeug mitten im Zirkuszelt. Foto: Feuerwehr Bayreuth/Feuerwehr Bayreuth

Die Bayreuther Feuerwehr hat vor kurzem ihren Jahresbericht für 2024 präsentiert. Darunter findet sich eine spannende Alarmierung, über die vergangenen Herbst nicht medial berichtet wurde. Es sei einer der ungewöhnlicheren Einsätze des vergangenen Jahres gewesen, teilt die Freiwillige Feuerwehr in ihrem Bericht mit: Am Volksfestplatz stand das Zelt eines Zirkus unter Strom. In der Alarmmeldung war zunächst auch von Explosionen und Funkenflug die Rede. Der Vorfall ereignete sich am 15. November gegen 1.15 Uhr nachts.

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Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte sich die dramatisch klingende Lage zunächst beruhigt. Die Erkundung ergab schließlich, dass Metallspieße eines Erdankers, der zur Stabilisierung des Zirkuszelts diente, offenbar ein Erdkabel getroffen hatten und es zu einem Kurzschluss kam. An dem Anker selbst sowie an den wegführenden Seilen waren teilweise Schmorspuren sowie eine merkliche Erwärmung festzustellen. Im Inneren des Zelts waren sogar Teile eines Stahlseils weggeschmolzen, sodass dieses zu Boden fiel.

Blick auf die Drehleiter im Zirkuszelt. Foto: FF Bayreuth/FF Bayreuth

Aufgrund der späten Stunde hielten sich glücklicherweise keine Personen im Zelt auf, sodass niemand verletzt wurde. Die Feuerwehrkräfte sperrten den Gefahrenbereich umgehend großräumig ab und baten das Zirkuspersonal, in ihren Wohnwagen zu bleiben. Parallel wurde über die Integrierte Leitstelle eine Fachkraft der Stadtwerke verständigt, um die betroffene Stromleitung, welche sich im weiteren Verlauf als Niederspannungsleitung (unter 1000 Volt) herausstellte, stromlos zu schalten.

Nach Rücksprache mit dem Zeltmeister war die Stabilität des Zelts nicht beeinträchtigt. So konnten die alarmierten Kräfte rund eineinhalb Stunden nach der Alarmierung wieder einrücken. Zu Schaden kam niemand. Weshalb es erst mehrere Tage nach dem Aufbau des Zelts zu diesem Vorfall kam, konnte nicht geklärt werden. Am Nachmittag unterstützten zwei Kameraden mit einer Drehleiter dabei, das defekte Stahlseil auszutauschen und damit den vorschriftsmäßigen Sicherheitszustand am Zelt wieder herzustellen.