Kulmbacher Bierwoche Nur mit Handtuch vor dem Freibad

Archivfoto: Stephan Jansen/dpa

KULMBACH. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen herrschte am zweiten Bierfestsamstag ein sehr hohes Besucheraufkommen. Die hatte zur Folge, dass sowohl die örtlichen Ordnungshüter als auch die Unterstützungskräfte von der Bereitschaftspolizei aus Würzburg bis in die frühen Morgenstunden beschäftigt waren.

Nachdem die Nachmittagsstunden eher ruhig verliefen, begann nach Einbruch der Dunkelheit die Arbeit für die Sicherheitskräfte. Gegen 21:40 Uhr  stoppten Beamte der Bundespolizei einen Fahrradfahrer, der ausgesprochen wackelig auf seinem Drahtesel unterwegs war. Der Grund hierfür war schnell gefunden: Der Radler konnte einen Alkoholwert von knapp zwei Promille vorweisen. Er musste sich einer Blutentnahme unterziehen und sich wegen Trunkenheit im Verkehr vor der Justiz verantworten.

Zu fortgeschrittener Stunde blieben auch tätliche Auseinandersetzungen an diesem Samstag nicht aus. Kurz nach Mitternacht gerieten im Grünzug zwei Männer in Streit, in dessen Verlauf ein 33-jähriger Kulmbacher zunächst einen Faustschlag ins Gesicht und anschließend im Rahmen eines Fluchtversuchs auch noch einen Schlag mit einem Maßkrug gegen den Kopf erlitt. Er musste vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus verbracht werden. Der Maßkrugschläger musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen, ihn erwartet ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Gegen 02:00 Uhr gerieten wiederum im Grünzug zwei Kulmbacher aneinander und teilten gegenseitig Faustschläge aus. Beide erlitten leichte Verletzungen und müssen jeweils mit einem Strafverfahren rechnen.

Sämtliche übrigen „Meinungsverschiedenheiten“ konnten dank des raschen Einschreitens von Sicherheitsdienst und Polizei geklärt werden, bevor es zu Straftaten kam. Dabei blieb es jedoch nicht aus, dass einzelne uneinsichtige Festbesucher mit polizeilicher „Unterstützung“ das Festgelände verlassen und zumindest einen Teil ihres konsumierten Festbieres in der Ausnüchterungszelle verdauen mussten.

Glücklicherweise ohne Verletzte verlief ein Einsatz gegen 02:00 Uhr morgens auf dem Freibadgelände. Ein aufmerksamer Passant hatte der Polizei mitgeteilt, dass mehrere Personen den Zaun des Schwimmbades überstiegen hätten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, befand sich niemand mehr im Freibad, jedoch konnten sie eine Gruppe junger Leute, überwiegend aus dem Vogtland- und Erzgebirgskreis auf dem Parkplatz antreffen. Da eine 24-jährige aus der Gruppe beim Erscheinen der Polizei lediglich mit einem Handtuch bekleidet war, war jedes Leugnen der vorangegangenen Ereignisse zwecklos. Es erfolgte eine eindringliche Belehrung, außerdem steht ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs im Raum.

 

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