Bierwoche 2019 Aiwangers Bekenntnis zum Kulmbacher Bier

KULMBACH. Der stellvertretende Ministerpräsident bestätigt bei der Eröffnung der Bierwoche, was im Stadel alle gerne hören: Das Kulmbacher Bier ist das beste der Welt. Darauf und auf mehr stoßen alle gern an.  

Die Vertreter der Kulmbacher Brauerei werden es gern hören, was stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Samstag im Stadel offenbart hat. Vielleicht versöhnt es auch die Bierfestbesucher, die bei der Begrüßung Aiwangers ebenso wie für Umweltminister Thorsten Glauber Buhrufe laut werden ließen. Gefragt, ob er OB Henry Schramm und Landrat Klaus Peter Söllner in ihrer Aussage bestätigen kann, die Kulmbacher hätten das beste Bier der Welt, sagte der Staatsminister zur Frankenpost: „Das stimmt. Das kann ich selber so bestätigen.  Wir hatten früher immer Kulmbacher Mönchshof-Bier bei uns auf dem Bauernhof. Mein erster Biergenuss war Kulmbacher.“ Aiwanger ist hart im Nehmen, was die Temperaturen im Bierzelt auf dem EKU-Platz anging: Erträglich fand er das Klima. Er habe schon Schlimmeres erlebt. Dicht umlagert saß er an seinem Tisch, ließ sich eine Maß schmecken und versprach: „Wenn ich wieder eingeladen werde, komme ich wieder.“

Eine Ehre für den Umweltminister

Umweltminister Thorsten Glauber hat es nicht so weit wie Aiwanger. Von Forchheim nach Kulmbach ist es bloß ein "Rutscher". Trotzdem war die Jubiläums-Bierwocheneröffnung die erste für ihn. Auch er betonte, die Hitze mache ihm nichts aus. „Wenn man solche Feste zu Hause feiern darf, ist es immer schön, egal ob es warm oder kalt ist. Aber natürlich sind bei Sonnenschein die Menschen gut drauf. Man sieht es an ihrem Lachen.“ Glauber war schon auf der Bierwoche, aber noch nie zur Eröffnung und noch nie mit auf der Rathaustreppe oder im kurzen Festzug zum Stadel. „Das ist natürlich erstens eine Ehre, dabei sein zu dürfen. Aber Kulmbach zeigt sich auch von der schönsten Seite. Ich muss sagen: Das war ein ganz toller Auftakt.“

Was die Frage, ob Kulmbach das beste Bier der Welt hat, gibt sich Thorsten Glauber etwas diplomatischer als sein Parteivorsitzender Hubert Aiwanger. Er will diese Aussage lieber auf ganz Oberfranken ausgedehnt sehen. „Wenn man in Bayern unterwegs ist, weiß man, welche tollen Biere wir hier in Oberfranken haben. Da müssen wir definitiv unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Das machen wir als Franken eh zu oft, und beim Bier sind wir Spitzenreiter.“

Das Motto: Die Krüge hoch

Bier, wie sollte es anders sein am Eröffnungstag des Bierfests, war schon auf der Rathaustreppe ein Thema. Hermann Nothhaft, Braumeister der Kulmbacher Brauerei, nahm Glückwünsche entgegen, nachdem die Bedienungen den Gästen auf dem Marktplatz einen ersten Schluck gereicht hatten. Nicht nur für das erneut gelungene Festbier, sondern auch dafür, dass er in diesem Jahr zum 30. Mal für die Festbiere verantwortlich zeichnet.  Damit gab es neben 70 Jahren Bierfest in Kulmbach auch gleich noch ein zweites Jubiläum zu feiern. Wer stößt nicht gerne während Kulmbachs schönster Jahreszeit an? Ob mit oder ohne Grund: „Die Krüge hoch“ ist das Motto für die kommenden Festtage. Das hat sich unzählbar oft bestätigt seit Samstagmittag.

Bürgermeister braucht nur einen Schlag

Das Bierfest verbindet und hat etwas Magnetisches an sich. Viele wollen dabei sein an diesem ersten Tag. Man spürte es schon auf dem Marktplatz, als die Abordnung der Brauerei mit der vierspännigen Kutsche voran zur Rathaustreppe kam und die Büttner ihren traditionellen Tanz zu den Klängen der Kulmbacher Stadtkapelle aufführten. Nicht zu übersehen war diese besondere Bierfest-Stimmung dann, als sich OB Henry Schramm an den Anstich machte. Er feierte diesmal kein Jubiläum, sondern hatte es mit seinem 13. Festbieranstich eigentlich mit einer „Unglückszahl“ zu tun. Doch Schramm strafte den Aberglauben lügen. Genau einen Schlag brauchte er, dann floss das Festbier zum Vergnügen der jubelnden Gäste. Unter ihnen, das hat sich diesmal bewiesen, sind zahlreiche Stammgäste, die beim Bierfest-Gedicht des OB aufmerksam zuhören. Problemlos sprachen sie nach Aufforderung die am Ende immer gleiche Strophe laut mit: „Der Worte sind genug gewechselt, jetzt wird der Hahn hineingedrechselt. Jetzt stoß mer an, jetzt rück mer zamm, ein schönes Bierfest wünscht euer Henry Schramm!“

Kulmbachs schönste Jahreszeit ist nun angebrochen.

Ein klares Bekenntnis für das Bierfest mitten in der Stadt gab zur großen Freude der Besucher Brauerei-Vorstandsvorsitzender Markus Stodden ab. Im vergangenen Jahr sei das wunderschöne neue Zelt auf dem EKU-Platz zum ersten Mal aufgestellt worden. „Im wahrsten Sinne des Wortes hat das Zelt dem EKU-Platz die Krone aufgesetzt. Wir können alle gemeinsam stolz darauf sein, dass wir wieder im Herzen der Stadt Kulmbach sind. Das Kulmbacher Bierfest bleibt damit für jeden Bierliebhaber mitten in Kulmbach.“  Kulmbachs schönste Jahreszeit sei nun angebrochen. Gespürt habe man das schon lange vorher: Das Stadtbild verändere sich, Häuser werden geschmückt, Fahnen gehisst. In der Brauerei laufe alles, wie Stodden sagte, auf Hochtouren, und die Braumeister seien dabei, das beste Festbier der Welt zu brauen. Gemeinsam mit den Festbieren sei es das Anliegen, den Besuchern die fränkische Lebensart näher zu bringen. Frohsinn, Spaß und Vergnügen, seien für die kommenden Tagen angesagt, das Ganze hoffentlich friedlich.

 

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