BI am Eichelberg Sprecher Haselier schmeißt hin

Peter Haselier wurde im April zum Sprecher der Bürgerinitiative am Eichelberg gewählt, jetzt hört er wieder auf. Zu unterschiedlich seien die Meinungen. Foto: Eric Waha

BAYREUTH. Meinungsverschiedenheit bei der Bürgerinitiative, die sich für eine Bebauung mit Augenmaß am Eichelberg einsetzt: Peter Haselier, bisher Sprecher – einer von drei – der Bürgerinitiative, hat am Montagabend sein Amt zur Verfügung gestellt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung, der ein Schreiben Haseliers vorliegt, sagt Peter Haselier sehr deutlich: Es gebe in der Bürgerinitiative verstärkt „Leute, die nur juristisch agieren wollen. Und das mag ich nicht.“ Er stehe für eine komplett andere Herangehensweise und verstehe die Bürgerinitiative (BI), die sich gegründet hat, um gegen die vom Stadtrat beschlossene Einleitung des Bebauungsplan-Änderungsverfahrens in der jetzigen Form anzugehen, anders.

In seiner Mail an die Mitglieder der Initiative schreibt Haselier, es habe sich bereits „bei der letzten Informationsveranstaltung abgezeichnet“, dass „deutliche Unterschiede zwischen meinen Vorstellungen über Arbeitsweise und Auftrag einer Bürgerinitiative als lockere Verbindung Gleichgesinnter und einem Großteil ihres Unterstützerkreises“ bestünden.

Begleitung statt Klageweg

Das bedeute: Aus seiner Sicht sei eine Bürgerinitiative „eine öffentlich wirksame Begleitung – Klagen kann nur ein direkt Betroffener“. Und genau das sei aus seiner Sicht „so nicht gegeben“, sagt Haselier auf Nachfrage unserer Zeitung. „Die deutliche mehrheit des erweiterten Sprecherkreises“ habe sich, so der Ex-Sprecher in seiner Mail, „für die Beauftragung eines Münchener Rechtsanwalts zur rechtlichen Beratung in einem extrem frühen Verfahrensstadium sowie zur weiteren juristischen Begleitung entschieden“, was er nicht mittragen wolle.

Führungskreis "nicht begeistert"

Die Mitglieder der BI aus dem Führungskreis seien „nicht begeistert“ von seiner Entscheidung gewesen, sagt Haselier. Er habe für sich beschlossen, „die Sache schon weiter zu begleiten und am Ball zu bleiben“ – aber eben auf seine Weise, „weil mir der Panoramaweg am Herzen liegt“.

Matros: "In der Außenwirkung fatal"

Weiter am Ball bleiben die beiden verbliebenen BI-Sprecher Peter Voit und Michael Purucker, wie Mirko Matros, einer der Initiatoren der BI, am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung sagt. Das Ausscheiden Haseliers sei „für die Außenwirkung natürlich fatal“. Am Montagabend habe man fast vier Stunden lang diskutiert, „er ist bei seiner Meinung geblieben, alle anderen hatten eine gleichartige andere Meinung“, sagt Matros.

„Ich bedauere den Schritt außerordentlich, weil er phasenweise richtig gute Arbeit geleistet hat“, sagt Matros. Auch vor dem Hintergrund, dass trotz der angestrebten juristischen Beratung „hintenraus das gleiche Ziel erreicht werden kann“, das auch Haselier vertrete. Aber: „Die Bürgerinitiative ist nicht Haselier, sondern ein Verbund Gleichgesinnter“, die weitermachen werden.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading