Bezirksliga Ost SpVgg II schlägt kaum Kapital aus VfR-Ausrutscher

red

Bezirksliga Ost: Die Gröger-Elf bringt Spitzenreiter Katschenreuth beim 2:3 die erste Heimniederlage bei, die Altstädter Reserve kommt gegen Kasendorf aber auch nur zu einem 1:1.

Der SV Mistelgau hat für die große Überraschung des 17. Spieltags in der Bezirksliga Ost gesorgt. Die Gröger-Elf brachte Spitzenreiter VfR Katschenreuth die erste Heimniederlage bei. Durch den 3:2-Sieg verbesserte sich der Aufsteiger auf Rang zwölf. Nur bedingt schlug die SpVgg Bayreuth U21 Kapital aus dem Ausrutscher des Spitzenreiters. Durch das 1:1 im Verfolgerduell gegen den SSV Kasendorf rutschten die Gelb-Schwarzen wenigstens bis auf einen Zähler an den VfR heran.

Dagegen machte der FSV Bayreuth durch seinen 3:1-Sieg gegen den FC Rehau Boden auf die beiden Spitzenteams klar. Weiter im freien Fall ist der FC Creußen, der beim 3:4 gegen Poppenreuth nun schon die elfte Niederlage in Folge hinnehmen musste. Wesentlich besser läuft es beim SV Bavaria Waischenfeld. Die Mannschaft aus der Fränkischen Schweiz siegte bei der SpVgg Selbitz mit 3:0.

SpVgg Bayreuth II – SSV Kasendorf 1:1 (1:1)

Die Zuschauer sahen ein Verfolgerduell, das über die gesamte Dauer recht arm an Torchancen war und leistungsgerecht mit 1:1 endete. „Wir hatten uns viel vorgenommen, weil wir ja auch vom Ausrutscher der Katschenreuther wussten, am Ende aber waren wir einfach nicht zwingend genug. Entweder der Abschluss fehlte oder auch der letzte Pass“, resümierte ein etwas enttäuschter Altstädter Trainer Sebastian Lattermann die Partie. Die Gäste waren durch Matthias Pistor in der 34. Minute in Führung gegangen. Der 29-jährige Offensivakteur profitierte bei seinem dritten Saisontor von einem schlecht abgewehrten Ball der SpVgg. Die Gastgeber schlugen noch vor der Pause zurück, als Patrick Scheder einen Handelfmeter sicher verwandelte. Nach dem Wechsel spielte sich das Geschehen weiterhin im Mittelfeld ab. Während die Kasendorfer nur über Standards etwas Gefahr ausstrahlten, brachte die Altstädter Reserve zumindest noch eine Halbchance zustande. Allerdings verpasste Felix Landgraf die etwas zu ungenaue Hereingabe von Patrick Scheder.

SpVgg Bayreuth U21: Zahaczewski – Prendke, Gregorzewski, Michaelis, Hampel (69. Vonnoe), Landgraf, Nickel, Menzel (87. Pöhlmann), Farkasovsky (46. Hartmann), D. Scheder (87. Al Amouri), P. Scheder.

SR: Seifert (Pfaffendorf); Zuschauer: 121.

Tore: 0:1 M. Pistor (0:1), 1:1 P. Scheder (45.).

VfR Katschenreuth – SV Mistelgau 2:3 (1:2)

In der packenden Anfangsphase köpfte Bursian nach einer Ecke nahezu unbedrängt ins kurze Eck – 0:1 (10.). Nur zwei Minuten später passte Löhrlein zu Angermann, der volley per Aufsetzer den Ausgleich herstellte. Wieder nur drei Minuten später reagierte Heißenstein in einer unübersichtlichen Situation blitzschnell, ließ seinen etwas zögerlichen Gegenspieler stehen und schob zur erneuten Gästeführung ein. In der 41. Minute verweigerte der Schiedsrichter den Katschenreuthern nach klarem Foul an Löhrlein einen Elfmeter. Nach dem Seitenwechsel drängte der VfR auf den Ausgleich, jedoch verteidigten die Gäste mit enormem Willen. Als diesen ein Handspiel im Strafraum unterlief, blieb die Pfeife des Unparteiischen erneut stumm. Die vergebenen Chancen rächten sich: Einen Freistoß köpfte Heißenstein unbedrängt zum 3:1 ein. Nach Limmers Anschlusstreffer fasste Gästetorhüter Birner in der Nachspielzeit bei einer Flanke daneben und brachte dabei den einschussbereiten Weigel zu Fall. Zur Verwunderung der Katschenreuther entschied der Schiedsrichter auf Stürmerfoul. Aufgrund der Spielanteile und Torchancen wäre ein Unentschieden gerecht gewesen.

SV Mistelgau: Birner – Ort, Reutlinger, Krug, Fischer, Bursian, N. Boog, K. Boog, Rach, Schuster, Heißenstein (88. Sommerer). SR: Wildhagen (Bad Endorf); Zuschauer: 210. Tore: 0:1 Bursian (10.), 1:1 Angermann (12.), 1:2 und 1:3 Heißenstein (15. und 73.), 2:3 Limmer (86.).

FSV Bayreuth – FC Rehau 3:1 (0:0)

In einem bis zum Schluss engen Spiel setzte sich der FSV spät gegen die dezimierten Gäste verdient durch. Lange blieb die Kopfballchance durch M. Launay die einzige gefährliche Situation der Platzherren. Nach einer Gelb-Roten Karte in der 36. Minute waren die Gäste über eine Halbzeit lang in Unterzahl. Aus der zahlenmäßigen Überlegenheit kreierte die Heimelf zu wenig Gefahr, im Gegenteil, Rehau glich mit der einzigen Torchance in der zweiten Halbzeit aus. In der Nachspielzeit brachten zwei Treffer durch Imren und Heumann den umjubelten Sieg.

FSV Bayreuth: Müller – Lunk, M. Launay, Heim, Hacker, Tekelioglu (75. Elf), Imren, Jacob (63. Heumann), McElroy, N. Launay, Schels (65. Debevc). SR: Stapf (Naisa); Zuschauer: 85. Tore: 1:0 Schels (57.), 1:1 Schuller (80.), 2:1 Imren (90.+2), 3:1 Heumann (90.+3). Gelb-Rot: –/Schönwälder (36.).

SpVgg Selbitz – Bav. Waischenfeld 0:3 (0:1)

In der siebten Minute traf Keller die Latte, den Abpraller versenkte ein Waischenfelder, aber der Schiedsrichter-Assistent zeigte Abseits an. Keine Minute später stand der schön über rechts freigespielte Keller mutterseelenallein am Torraumeck und hämmerte den Ball ins lange obere Eck. In der 40. Minute hatte Selbitz die erste richtige Chance, Meisel klärte in letzter Sekunde gegen den alleine aufs Tor zulaufenden Werner. Kurz vor dem Pausenpfiff verpasste Gezer mit einem kläglich vergebenen Handelfmeter den Ausgleich. Auch im zweiten Durchgang kam von der Heimelf wenig. Nach einer Stunde hebelte Braun mit einem Pass in die Tiefe die gesamte Abwehr aus, und Keller machte sein zweites Tor alleine vor Heger. Eine Viertelstunde vor dem Ende machte Dinkel aus 20 Metern den Deckel auf den völlig verdienten Auswärtssieg.

SV Bavaria Waischenfeld: B. Schatz – Meisel, J. Schatz, Beyer, Junk (61. Weichert), Reh (54. Braun), Meidenbauer, Keller, Schrüfer (71. O. Huppmann), Dinkel, Gold.

SR: Bernecker (Gundelsheim); Zuschauer: 70. Tore: 0:1 und 0:2 Keller (8. und 61.), 0:3 Dinkel (75.).

FC Creußen – SV Poppenreuth 3:4 (1:2)

Zwar gingen die Platzherren in Führung, brachten sich in der Folge jedoch selbst um den verdienten Lohn. Nach einem abgefälschten Schuss zum 1:1 fanden die Gäste zunehmend besser in die Partie und konnten durch einen groben Fehler der FC-Defensive kurz vor der Pause sogar in Führung gehen. Diese bauten sie in der zweiten Hälfte unter kräftiger Mithilfe der Heimelf aus. Ein Konter brachte letztlich die Vorentscheidung in einem insgesamt durchwachsenen Spiel.

FC Creußen: Heinrich – Oberheidtmann, Schreml, Engelbrecht (85. Pöhlmann), Riedel, Theisinger, Hertel (85. S. Koch), Bauer (25. Feder), La Faver, Kohler (53. Hagen), Freisinger (65. Fricker). SR: Bulisch (Staffelstein); Zuschauer: 122. Tore: 1:0 Hertel (20.), 1:1, 1:2 und 1:3 Precan (31., 43. und 68.), 2:3 Hagen (77.), 2:4 Földes (84.), 3:4 Feder (90.+2 – Foulelfmeter).

 

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