Bezirksliga Ost Im Stile eines Meisters

Max Schüßler (vorne), der Torschütze des Saaser 1:0 beim FC Creußen, hat Fahrt aufgenommen. Foto: Hans-Jürgen Wunder

Der BSC Bayreuth-Saas hat seine Meisterschaftsambitionen am 13. Spieltag der Bezirksliga Ost mehr als deutlich untermauert. Die Mannschaft von Trainer Adrian Grötsch nahm die hohe Auswärtshürde beim formstarken FC Creußen scheinbar spielerisch mit 5:1 (2:0), wobei Kapitän Hannes Greef beim Spitzenreiter als dreifacher Torschütze noch herausstach.

FUSSBALL -

Neuer Hauptverfolger der Saaser ist der Lokalrivale: Die SpVgg Bayreuth II schob sich dank eines 3:0-Erfolgs bei Schlusslicht Tirschenreuth auf Rang zwei vor.

Den Befreiungsschlag verpasst hat der TSV Kirchenlaibach durch seine 1:2-Niederlage gegen den SSV Kasendorf. Dagegen hat aber der SV Bavaria Waischenfeld aufhorchen lassen: Der 2:1-Sieg gegen die SpVgg Selbitz verschaffte dem Team aus der Fränkischen Schweiz wieder etwas Luft im Abstiegskampf.

FC Creußen – BSC Bayreuth-Saas 1:5 (0:2)

Der Spitzenreiter zeigte beim Kerwa-Spiel von Beginn an, wer Herr im Haus ist. Während erste Chancen von FC-Schlussmann Baumann bereinigt wurden, brach Schüßler nach Vorarbeit von Hannes Greef den Bann. Auch danach blieb der Gast am Drücker, verpasste es aber zunächst, bei Chancen von H. Greef, Sauerstein und Jungwirth die Führung auszubauen. Es war dann der starke Saaser Kapitän, der kurz vor der Pause mit Hilfe des Pfostens auf 2:0 erhöhte. Auch nach der Pause ein identisches Bild: Der Spitzenreiter ließ den Aufsteiger mit konzentriertem Spiel und aggressivem Zweikampfverhalten überhaupt nicht zur Entfaltung kommen, kreierte mehrere Chancen und sorgte schließlich durch zwei weitere Treffer – Sauerstein und H. Greef waren die Torschützen – schon vor der 60. Minute für die Entscheidung. Nicht umsonst sprach BSC-Trainer Adrian Grötsch bei anpfiff.info von einem überragenden zweiten Abschnitt. Creußens-Coach Markus Zeitler indes zeigte sich enttäuscht: „Von meiner Mannschaft habe ich trotz der Ausfälle mehr erwartet. Speziell die Treffer drei, vier und fünf waren zu einfach.“

FC Creußen: Baumann – S. Koch, Oberheidtmann, Engelbrecht (57. Riedel), F. Hagen (57. Sabbarth), Hertel (54. Bauer), Theisinger, Rosenzweig, B. Koch, Netsch, Feder (59. Pink).

BSC Bayreuth-Saas: Tscheuschner – S. Hofmann, M. Greef, Dörfler (64. Lutz), M. Weber, M. Hofmann (58. D’Addona), Rödel (5. Jungwirth), Sauerstein (66. Meinhardt), H. Greef, Taglieber, Schüßler (64. Hirche).

SR: Linß (St. Johannis Bayreuth);

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Schüßler (22.), 0:2 H. Greef (42.), 0:3 Sauerstein (54.), 0:4, 0:5 H. Greef (59., 65.), 1:5 Bauer (68.).

TSV Kirchenlaibach – SSV Kasendorf 1:2 (1:1)

Die glücklichere Mannschaft durfte sich über drei Punkte freuen. In einem Spiel zweier gleichwertiger Teams erwischten die Gäste den besseren Start, als sie eine Unaufmerksamkeit in der Kirchenlaibacher Abwehr bei einem schnellen Gegenstoß zur Führung nutzten. Die Moder-Elf reagierte keineswegs geschockt und kam in der Folgezeit zu einigen Tormöglichkeiten. Aber Kasendorf blieb wach. Es dauerte bis in die Nachspielzeit des ersten Durchgangs, bis sich der TSV den verdienten Ausgleich erkämpfte. Nach einem gelungenen Spielzug über die linke Seite war Hader im zweiten Versuch erfolgreich. Die Freude währte nicht lang. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff überlistete Mullen die einheimische Hintermannschaft zur erneuten Führung. Es folgte ein offener Schlagabtausch, in dem Deubzer (57.) nur den Pfosten traf. Aber auch Kasendorf blieb gefährlich. In der 73. Minute musste TSV-Keeper Werner-Hentrich seine ganze Kunst aufbieten, um einen Gästetreffer zu vereiteln. Insgesamt zeigten sich die Gastgeber ebenbürtig.

TSV Kirchenlaibach: Werner-Hentrich – Nickl, J. Pöllath, Sendelbeck, Luca Meyer (46. Moder), Deubzer, Hader, Kümmerl (75. Fütterer), Popp (81. Kaufmann), Kastl (46. Sebald), Nerlich (75. Gebhardt)

SR: Scheumann (Isling);

Zuschauer: 130;

Tore: 0:1 N. Müller (17.); 1:1 Hader (45. + 2); 1:2 Mullen (48.).

SV Bavaria Waischenfeld – SpVgg Selbitz 2:1 (1:1)

Die Bavaria fand gut ins Spiel und hätte durch Keller früh in Führung gehen können – und durch Dinkel führen müssen. Seine Volleyabnahme aus elf Metern mit vollem Risiko ging knapp über das Gästetor. Die Selbitzer beschäftigten sich in der ersten halben Stunde nur mit den Platzverhältnissen und hatten – so nahmen es jedenfalls die Gastgeber wahr – abwertende Kommentare für Waischenfeld übrig. Womöglich war auch dies ein Ausdruck für Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung. Umso überraschender fiel die Führung, als Bargenda einen langen Ball mitnahm und alleine vor Waischenfelds Keeper Schatz einschob. Die Antwort der Bavaria kam schnell: Dinkel schlenzte einen Freistoß aus 20 Metern ins lange Eck. In der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste das Spiel auf ihre Seite zu ziehen, sie bissen sich aber an der guten Heim-Defensive die Zähne aus. Waischenfeld setzte dagegen gut nach und verdiente sich den Siegtreffer durch Dinkel. Eine gute Vorlage von Schrüfer setzte er unhaltbar ins obere Eck zum ersten Heimsieg seit dem Jahr 2019.

SV Bavaria Waischenfeld: B. Schatz – Meisel, Weichert, Beyer, J. Schatz, Reh (72. Schrüfer), Schrenker, Meidenbauer, Keller, Dinkel (90. Braun), Gold (87. Junk).

SR: Götz (Steppach);

Zuschauer: 160.

T ore : 0:1 Bargenda (28.) 1:1, 2:1 Dinkel ( 42., 72.).

FC Tischenreuth – SpVgg Bayreuth II 0:3 (0:1)

Die Altstädter Reserve wurde ihrer Favoritenrolle recht eindrucksvoll gerecht. Die Hausherren bemühten sich zwar, dennoch war FC-Stürmer Stark komplett auf sich alleine gestellt, sodass der Kasten der Bayreuther kaum ernsthaft in Gefahr geriet. Die U23 der Regionalliga-Elf legte im Sportpark konzentriert los, doch zu Beginn hielt der FC noch gut dagegen und setzte mit Schön und Stark ein paar kleine Nadelstiche, ohne allerdings ernsthaft gefährlich zu werden. Die Führung für Bayreuth fiel dann nach einer perfekt getretenen Flanke. Wieber war seinem Bewacher am langen Pfosten entwischt und köpfte zum 0:1 ein. Dass es zur Pause nicht 0:2 stand, hatte der FC einmal mehr Keeper Denk zu verdanken, der überragend parierte. Nach der Pause verkam die Partie zu einem Mittelfeldgeplänkel mit Feldüberlegenheit für die Gäste. Der FC schaffte es nicht, Stürmer Stark ins Spiel zu bringen. Und oft fehlte die nötige Konsequenz in den direkten Duellen. Die logische Konsequenz war das 0:2 durch Farkasovsky nach 70 Minuten. Und nur fünf Minuten später erhöhte Lattermann per Elfmeter auf 3:0 für sein Team.

SpVgg Bayreuth II: Kiefer (81. Dressel) – Farkovsky (84. L. Ollet), Blohm, Michaelis, Ochs (84. Hartmann), Wieber (86. Rommel), Schneider, Gregorzewski, J. Ollet (56. Horwarth), Lattermann, Yacoub.

SR: Schneider (TSV Küps);

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Wieber (21.), 0:2 Farkasovsky (70.), 0:3 Lattermann (75.).

 

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