Bezirksliga Ost Aufwärtstrend beim SV Mistelgau

red
Der auffällige FSV-Torjäger Moritz Lunk (links) krönte seine Leistung gegen Oberkotzau (rechts Christian Specht) mit dem Treffer zum 3:1-Endstand. Foto: Peter Mularczyk

In den ersten elf Spielen der Fußball-Saison war der SV Mistelgau in der Bezirksliga Ost sieglos geblieben. Doch nun ist ihm mit 3:1 gegen den SSV Kasendorf gleich der zweite Dreier in Folge gelungen.

Mit insgesamt sieben Punkten aus den zurückliegenden drei Spielen haben die Mistelgauer die drei sicheren Abstiegsplätze verlassen. Sie überholten dabei den FC Creußen, der gegen den FC Rehau nach einer 1:0-Führung am Ende durch fünf Gegentore in den letzten 20 Minuten noch mit 1:6 unterging.

In der Spitzengruppe zog der FSV Bayreuth durch einen 3:1-Sieg gegen die SpVgg Oberkotzau nach Punkten mit dem zweitplatzierten Lokalrivalen SpVgg II gleich. Das U21-Team der Altstädter kam beim Tabellenvorletzten FC Waldstein nicht über ein 2:2 hinaus und wendete dabei sogar erst mit einem Tor in der Nachspielzeit eine drohende Niederlage ab.

SV Mistelgau – SSV Kasendorf 3:1 (1:1)

Schon die erste Chance nutzte der SSV Kasendorf zur Führung, doch nach einer Serie von Eckbällen gelang den Mistelgauern per Kopfstoß ebenso schnelle der Ausgleich. Wenig später kam Heißenstein mit einem Heber und einem Kopfball schon einer Führung für die Gastgeber nahe. Auch in der Folgezeit gestaltete die Gröger-Elf das Spiel ausgeglichen, ehe die Kasendorfer nach etwa einer halben Stunde das Tempo anzogen, spielbestimmend wurden und hatte durch Buchta und N. Müller gute Gelegenheiten hatten. Die beste davon vereitelte Bernreuther, als er einen Müller-Schuss gerade noch von der Linie klären konnte.

Kurios und etwas glücklich war der Mistelgauer Führungstreffer nach dem Wechsel. Einen weiten Abschlag mit Windunterstützung von Torwart Kellner konnte der Kasendorfer Schlussmann Porkert gerade noch abklatschen, doch Torjäger Heißenstein bugsierte im zweiten Versuch das Leder über die Linie. Im Gegenzug konnte wiederum Bernreuther gerade noch vor der Linie klären. Beide Teams hatten noch ihre Chancen, bevor nach der zu harten Roten Karte gegen den Kasendorfer Sollecito (78.) der entscheidende dritte Treffer für die Platzherren fiel. Heißenstein leistete dazu hervorragende Vorarbeit. Mistelgau überzeugte mit viel mehr Selbstvertrauen und mit toller Kampfmoral, sodass der Sieg gegen keinesfalls enttäuschende Kasendorfer durchaus verdient war. SV Mistelgau: Kellner – Ort (80. Krug), Bursian, Bernreuther, N. Boog (90.+2 Herzing), Schuster (90.+1 Stadter), Heißenstein, Reutlinger, Ganster (89. Vandirk), Metzger, K. Boog. SR: Zier (Oberkotzau); Zuschauer: 50. Tore: 0:1 N. Müller (5.), 1:1 Metzger (9.), 2:1 Heißenstein (55.), 3:1 Schuster (82.). Rote Karte: Sollecito (Kasendorf/78. – grobes Foulspiel).

FSV Bayreuth – SpVgg Oberkotzau 3:1 (1:1)

Die SpVgg Oberkotzau startete munter und nutzte ihren guten Start auch zur frühen Führung. Stacks schloss dabei eine feine Einzelleistung erfolgreich ab. Der FSV blieb davon allerdings unbeeindruckt und kam durch einen berechtigten Foulelfmeter von Heumann schnell zum Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein hochklassiges Bezirksligaspiel zwischen zwei gut organisierten und technisch versierten Mannschaften.

Nach der Pause erhöhten die Bayreuther das Tempo und hatten auch etwas Glück, als ihnen ein Eigentor der Gäste den Führungstreffer bescherte. Die Oberkotzauer ließen nicht locker und kamen vereinzelt zu Möglichkeiten, aber das 3:1 brachte den FSV endgültig auf die Siegerstraße. Der auffällige Torjäger Moritz Lunk krönte dabei seine Leistung. Der FSV verdiente sich den Sieg mit einer spielerisch und kämpferisch überzeugenden Leistung gegen ein Spitzenteam der Liga. FSV Bayreuth: Anton – Lunk, Heim, Hacker, Düngfelder, Heumann (88. Schulze), Imren, Debevc, Jacob, Launay, Schels. SR: Fröba (Neukenroth); Zuschauer: 65. Tore: 0:1 Stacks (3.), 1:1 Heumann (11. – Foulelfmeter), 2:1 Lein (50. – Eigentor), 3:1 Lunk (74.).

FC Creußen – FC Rehau 1:6 (1:1)

Lange deutete nichts auf ein so deutliches Ergebnis hin. Der FC Creußen hatte engagiert begonnen, und nach einem Eckball gelang sogar früh eine Führung. In der Folge ließ er die Gäste allerdings schon besser ins Spiel kommen. Nach dem Ausgleich bestimmten die Rehauer den weiteren Verlauf der ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel waren es jedoch wieder die Creußener, die sich deutlich verbessert präsentierten und die ersten Akzente setzten. Nur das Aluminium verhinderte eine erneute Führung der Gastgeber. Nachdem jedoch ein Konter der Rehauer zum 1:2 geführt hatte, fiel die Heimelf regelrecht auseinander. Innerhalb von 17. Minuten fielen noch vier weitere Gegentreffer, und die Creußener hinterließen dadurch letztlich einen desolaten Gesamteindruck. FC Creußen: Heinrich – Oberheidtmann, Hertel, Koch, Schreml, Engelbrecht (66. Riedel), Bauer, Großmann (46. Theisinger), La Faver, Kohler (46. Freisinger), Fricker. SR: Küfner (Nagel); Zuschauer: 75. Tore: 1:0 Fricker (7.), 1:1 Aydinli (22.), 1:2 Arslantürk (70.), 1:3 Zahirovic (73.), 1:4 Aydinli (78.), 1:5 Amri (82.), 1:6 Aydinli (87.).

FC Waldstein – SpVgg Bayreuth II 2:2 (1:1)

Vor rekordverdächtiger Minuskulisse kam der FC Waldstein einer großen Überraschung nahe. Bei besserer Chancenverwertung hätte der Aufsteiger die Partie durchaus schon für sich entscheiden können, bevor die Bayreuther in der Nachspielzeit zum Ausgleich kamen.

Nach verhaltenem Beginn beider Teams gingen die Altstädter im Anschluss an einen vermeidbaren Eckball durch einen 18-m-Schuss in Führung. Doch der Waldstein dran und verzeichnete in der Folgezeit die besseren Chancen. Sogar ein Elfmeter blieb ungenutzt, nachdem SpVgg-Torwart Dressel gegen Kraus im Strafraum die Notbremse gezogen hatte und mit der Gelben Karte gut bedient war. Beim fälligen Strafstoß scheiterte dann der Gefoulte am Verursacher (27.). Doch wenig später spielte Kraus den entscheidenden Pass in die Tiefe gegen in dieser Situation sehr hoch stehende Bayreuther, und Schrepfer lief mutterseelenallein aufs Tor zu. Beinahe hätte er die Kugel noch vertändelt, konnte Dressel aber doch zum Ausgleich tunneln.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte gingen die Platzherren sogar in Führung, aber dann tat die Drittliga-Reserve mehr fürs Spiel. Die Waldsteiner hielten zwar kämpferisch dagegen, spielten ihre Kontermöglichkeiten aber selten gut aus, Vogels gute Direktabnahme parierte Dressel stark, aber auch auf der Gegenseite zeichnete sich der zur Pause für den angeschlagenen Torhüter Becher eingewechselte Seiler wiederholt aus. Auch nach der Ampelkarte gegen Vogel hielten die Gastgeber noch leidenschaftlich dagegen. Zudem hatten sie Glück, als Nickels Fernschuss vom Innenpfosten zurück sprang (87.). In der Nachspielzeit fiel aber doch noch das insgesamt gerechte 2:2, als ein per Kopf verlängerter Ball, bei Farkasovsky landete, der seinen zweiten Treffer erzielte. erneut flach einschießen konnte. SpVgg Bayreuth II: Dressel – Prendke, Gregorzewski, Michaelis, Hampel, Landgraf (71. Wieber), Nickel, Farkasovsky, Ochs, Vonnoe, Pöhlmann (50. Menzel). SR: Kux (Stöppach-Haarth); Zuschauer: 40. Tore: 0:1 Farkasovsky (11.), 1:1 Schrepfer (36.), 2:1 Vogel (47.), 2:2 Farkasovsky (90.+1). Gelb-Rote Karte: Vogel (Waldstein/74. – Foulspiel).

SV Bavaria Waischenfeld – FC Lorenzreuth 2:0 (1:0)

Trotz bereits drei Tagen berauschenden Kerwatreibens präsentierten sich die Waischenfelder im ersten Abschnitt auf schwierigem Geläuf spielbestimmend und kamen immer wieder über die rechte Seite gefährlich nach vorne. So entstand dann auch die Führung, als Keller eine Hereingabe von Gold mit dem zweiten Kontakt aus acht Metern ins lange Eck vollstreckte. Bis zur Halbzeit ließ die Bavaria noch zwei Hochkaräter liegen, als entweder die Gäste in letzter Sekunde den Fuß dazwischen brachten oder der Ball zu ungenau platziert wurde. In Hälfte zwei verlor die Heimelf etwas den Faden, jedoch erwies sich das Schlusslicht mit keinem einzigen Torschuss nach vorne recht harmlos, sodass das Auslassen weiterer Hochkaräter nicht bestraft wurde. Erst in der 90. Minute beseitigte Braun nach Vorlage von Dinkel aus sieben Metern mit einem Schuss unter die Latte alle Zweifel am verdienten Sieg.

SV Bavaria Waischenfeld: B. Schatz – Weichert, Meisel, J. Schatz, Beyer, Reh (63. Braun), Meidenbauer, Keller (85. Huppmann), Schrüfer (87. Junk), Dinkel, Gold.

SR: Bloß (FC Zell); Zuschauer: 106. Tore: 1:0 Keller (29.), 2:0 Braun (90.).

 

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