Der Kurier hörte sich vor dem Zapf-Werk in Weidenberg um. Dort werden Garagen und Betonfertigteile hergestellt. Ein Arbeiter fürchtete rund 150 Entlassungen, „das wird so gemunkelt“. Das Fertigteilwerk soll angeblich bis Jahresende dicht sein, bei der Garagenproduktion werde sich nichts ändern. Dieser Bereich sei gut ausgelastet, hier werde es wohl keine Entlassungen geben. „Was soll man sagen?“, zuckte ein Kollege mit den Schultern. „Man kann nur hoffen“, fügte er hinzu. Eine Angestellte fürchtete, dass die gesamte Reihenhausproduktion dichtgemacht wird. Die Häuser seien bis nach München und Frankfurt verkauft worden. „Wir waren eine große Familie“, blickte sie wehmütig zurück. Die Frau zeigte sich enttäuscht und traurig, „auch ein bisschen Wut ist dabei“. Die Geschäftsführerin sei konzeptionslos vorgegangen, habe sich zu wenig für die Produkte und die Mitarbeiter interessiert, lautete ihr Vorwurf. Die Produkte hätten gute Dämmwerte und eine gute Qualität gehabt. Langjährige Mitarbeiter hätten das Unternehmen bereits verlassen, damit sei auch deren Wissen verloren gegangen. Mit Unverständnis berichtete die Angestellte, dass die Geschäftsführung noch vor zwei Monaten den Beschäftigten für das Anwerben eines neuen, qualifizierten Mitarbeiters 1000 Euro Prämie geboten habe.