Laut Spaenle gibt es ganz wenige Museen, die bei den Besuchszahlen an den 100.000er-Bereich herankämen.
Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth soll wegen der seit Jahren kontinuierlich steigenden Besucherzahlen erweitert werden. Im vorigen Jahr sind sie wieder um gut 5000 auf inzwischen über 90 000 gewachsen. Eine „wirklich irre Leistung“ nannte das der bayerische Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) bei einem Besuch der Einrichtung. Ursprünglich war das Museum nur für 35 000 Besucher ausgelegt.
Laut Spaenle gibt es ganz wenige Museen, die bei den Besuchszahlen an den 100.000er-Bereich herankämen.
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Großartig findet es der Minister mit den Verantwortlichen vor Ort auch, dass viele Schulklassen aus Bayern, Sachsen und Thüringen kämen und dabei oft ihre ausländischen Gastschüler mitbrächten. Mehr Luft nach oben sah er für die finanzielle Unterstützung durch den Bund, für den die beteiligten Gemeinden und Landkreise die Einrichtung schließlich stellvertretend betrieben.
Der Vorsitzende des Museumszweckverbandes, der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU), nannte Mödlareuth einen besonderen Ort der Weltgeschichte. Um den Fortbestand der Gedenkstätte von nationaler Bedeutung habe es nie eine Diskussion gegeben, weshalb der Zweckverband sich zu dem vorzeitigen Ausbau entschlossen habe. Das Konzept dafür sei bereits erarbeitet. Museumspädagogisch geht es vom Alltag der Menschen vor Ort unter der Situation der einstigen Teilung aus und bettet es in den europäischen Kontext ein.
Jeweils hälftig wollen Bayern und der Bund sich an den Kosten für die Erweiterung und den laufenden Betrieb beteiligen. Insgesamt über neun Millionen Euro wollen sie dafür zur Verfügung stellen. Auch der Freistaat Thüringen will dazu einen Finanzbeitrag leisten. Bis spätestens Ende 2020 soll die Erweiterung des Museums in Klein-Berlin, wie Mödlareuth wegen der Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer genannt wurde, abgeschlossen sein.
Aktuell arbeiten die Träger daran, die Finanzierung auf noch breitere Schultern zu stellen. Den Zweckverband bilden die Landkreise Hof, Saale-Orla und Vogtland sowie die Gemeinde Töpen und die Stadt Gefell, zu denen der bayerische beziehungsweise der thüringische Teil Mödlareuths gehören. Die voriges Jahr auf 54 950 Euro erhöhte Verbandsumlage wird zur Finanzierung des nicht durch Gebühren und sonstige Einnahmen gedeckten Bedarfs im Verwaltungshaushalt verwendet. Der Landkreis Hof zahlt nun 21 705 Euro, der Saale-Orla-Kreis 15 720 (10 000), der Vogtlandkreis 11 160 (7100), die Stadt Gefell 3140 (2000) und die Gemeinde Töpen 3225 Euro (bislang 2045) Euro.