Bessere Verbindung Ein neuer Weg in den Ökologisch-Botanischen Garten

BAYREUTH. Von der Innenstadt über den Röhrensee zum Ökologisch-Botanischen Garten (ÖBG). Abseits vom Straßenverkehr. Auf schönen Rad- und Fußwegen. Diese Idee einer grünen Zunge in Bayreuths Süden existiert seit 2012. Fürs kommende Jahr geplant: ein Lückenschluss und ein Weg mit Bäumen aus ganz Europa.

„Das wird ein neuer Weg“, sagt Robert Pfeifer. Der Leiter des Stadtgartenamtes zeigt auf die Karte, auf der Dinge eingezeichnet sind, die es noch nicht gibt. Der neue Weg führt zu einem geplanten weiteren Eingang des Ökologisch-Botanischen Gartens (ÖBG) der Uni Bayreuth. Beides soll 2020 entstehen.

Den ÖBG besser verbinden

Bislang ist der ÖBG nur von Norden über den Universitätscampus erreichbar. Wer vorher am Röhrensee Station machte, musste weit außenrum – und dabei an Thiergärtner und Universitätsstraße nicht weit weg von der Straße laufen oder radeln.
Das soll sich ändern: Am südwestlichen Ende des ÖBG soll ein zusätzlicher Eingang kommen, der nahe der Kolonie des Kleingartenvereins Exerzierplatz direkt übergeht in die Wiesen des grünen Südens der Stadt. Angebunden werden soll der Eingang durch einen neuen Weg, der, so Pfeifer, „den ÖBG besser mit dem Röhrensee, aber auch dem Studentenwald und dem Lindenhof“ verbindet.

Er verläuft nördlich an der Trattoria am Studentenwald vorbei, quert die Schwedenbrücke und zielt dann in Richtung Röhrensee. „2019 kündigten wir Pachtverträge für Wiesen und Felder in städtischem Besitz“, sagt Stadtbaureferentin Urte Kelm. 2020 soll das Projekt in den Haushalt eingestellt werden. Die Idee ist nicht neu: Schon 2012 befand der Bauausschuss des Stadtrates den Grüngürtel-Plan, den Pfeifer und Kelm sukzessive umsetzen, grundsätzlich für gut.

Projekt wird seit 2012 sukzessive umgesetzt

Was geschah seitdem? 2012, so Pfeifer, wurde der Spielplatz am Röhrensee gebaut. Seit 2015 werden neue Schilder rund um den See aufgestellt. 2017 wurde der Gerlachweiher im Tierpark entschlammt und der Eingang Kantstraße neu gestaltet. Der alte Zug-Haltepunkt Röhrensee wurde 2018 ins Konzept integriert und ist heute Erinnerungsort und Fahrrad-Abstellplatz zugleich. Jüngst wurde eine neue Aussichtsplattform in der Nähe des Hirschgeheges gebaut. „Vom Röhrensee geht es sukzessive gen Süden“, sagt Pfeifer. Es sei konsequent, nun an den ÖBG anzuschließen. 500 000 Euro wurden bereits in die grüne Zunge investiert. Ein Großteil stammte aus EU-Fördermitteln, ein anderer aus dem Nachlass von Hildegard Teupert, den die Bayreutherin für Erholungseinrichtungen stiftete.

"Es ist ein Prozess"

In die bessere Verbindung zwischen ÖBG und Röhrensee wird ein weiteres Projekt integriert, der Weg der Artenvielfalt. Wo heute an der Thiergärtner Straße das parkähnliche Areal rund um Röhrensee und Tiergehege endet, sollen bald 40 neue Bäume wachsen. Die Besonderheit: „Jeder Baum wird eine andere Art sein. Aus allen Ecken Europas“, sagt Pfeifer. Auch ein Blühstreifen ist geplant – als Heimat für allerlei Insekten und Pflanzen. Und was wird noch kommen? „Es ist ein Prozess“, sagt Kelm über die Rad- und Fußwegeverbindung, die „irgendwann fast bis in die Innenstadt“ reichen soll. Nördlich des Röhrensees muss die Stadt entlang des Aubachs noch Grundstücke erwerben.

Zudem stellte die FDP/DU-Fraktion jüngst den Antrag für einen Bürgerwald, in dem Bäume zur Hochzeit oder zum Geburtstag gepflanzt werden können. Zum Antrag selbst äußert sich die Referentin vor der Debatte in den Gremien nicht. „So etwas war im Konzept aber schon vorgesehen“, sagt sie – und zeigt auf der Karte auf das Wort „Hochzeitswald“. Nicht weit davon entfernt sind auf der Karte noch Weiher im Studentenwald zu sehen, die es aktuell nicht gibt. Dazu müssen noch Gespräche mit dem Eigentümer geführt werden, sagt Kelm. Für 2020 hat im grünen Süden aber der bessere Anschluss des ÖBG Priorität.

 

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