Besonders hohe Zahl 31 Bundespolizisten in Bayreuth vereidigt

Bei der jüngsten Vereidigung waren besonders viele junge Beamte dabei. Auch die Frage, wie die Polizisten im Verteidigungsfall eingesetzt werden, kam zur Sprache.

31 Polizeimeister bzw. Polizeikommissare sind kürzlich in Bayreuth vereidigt worden. Foto: Bundespolizei

Kürzlich hat die Vereidigung von 31 Polizeimeistern und -kommissaren nach Beendigung des Laufbahn-Lehrganges beziehungsweise Studiums und somit die Anstellung in der Bundespolizei statt. „Die zweite Eideszeremonie des Jahres in der Bundespolizeiabteilung Bayreuth beeindruckte mit einer besonders großen Zahl junger Kolleginnen und Kollegen“, heißt es von der Bundespolizei. Zum Vergleich: Bei der vorherigen Vereidungen waren es 17 Nachwuchskräfte.

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Mit eindringlichen Worten eröffnete Pfarrer Freimut Schirrmacher von der Bundespolizei-Abteilung Bayreuth die Vereidigungszeremonie der neuen Polizeibeamt. Schirrmacher erinnerte daran, dass die Würde des Menschen die Grundlage jedes staatlichen Handels bildet. Die Vereidigung sei dadurch eine dem Leben vorgeordnete Grundhaltung.

Verantwortung übernehmen ist zentrales Element bei Bundespolizei

Pfarrer Schirrmacher betonte außerdem, dass Polizeiethik im Kern Selbstregulation bedeutet: Die Fähigkeit im eigenen Handeln stets Maß zu halten und Verantwortung zu übernehmen. Dieses zentrale Element sei entscheidend, um das Vertrauen der Gesellschaft zu wahren und die Balance zwischen Recht, Ordnung und Menschlichkeit zu sichern. Zum Abschluss seiner Rede spendete er den Anwesenden seinen Segen.

Im Anschluss richtete der Leitende Polizeidirektor Reiner Weber seine Worte an die angetretenen Beamten. Er gratulierte ihnen herzlich zu den bestandenen Prüfungen und hieß sie in Bayreuth willkommen. „Nun sind Sie Teil der Bundespolizei-Familie“, betonte er. Das Aufgabenportfolio der Bundespolizei sei spannend und vielfältig, aber zugleich auch herausfordernd.

Frage nach Rolle der Bundespolizei im Verteidigungsfall

Die Anerkennung in der Bevölkerung entstehe nicht zuletzt durch Professionalität und Verlässlichkeit. „Diesen Ruf gilt es zu erhalten“, unterstrich Weber. Als Teil der Exekutive mahnte er zu einem besonders sorgsamen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Gewaltmonopol.

Leitender Polizeidirektor Reiner Weber Foto: Bundespolizei

Abschließend ging der Abteilungsführer auf aktuelle sicherheitspolitische Debatten ein. Mehr und mehr dränge die Frage, welche Rolle die Bundespolizei im Notstands- und Verteidigungsfall einzunehmen habe. Diese Entwicklungen zeigten, wie wichtig es sei, sich den veränderten Rahmenbedingungen mit Umsicht und Verantwortungsbewusstsein zu stellen. Der Präsident der Direktion Bundesbereitschaftspolizei Frank Niechziol ließ seinen Dank und Gruß übermitteln.

Vereidigung der Bundespolizei-Abteilung Bayreuth Foto: Bundespolizei

Im Anschluss legten die jungen Polizisten den Diensteid ab und verpflichteten sich damit, die Verfassung sowie die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu wahren und zu verteidigen. Mit dem Abspielen der Nationalhymne fand die Veranstaltung einen feierlichen Abschluss.

„Wir wünschen den jungen Kolleginnen und Kollegen Erfolg und Freude bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit und stets eine sichere Heimkehr. Mögen sie mit Stolz, aber auch mit Demut diesen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft leisten“, teilt die Bundespolizei der Redaktion abschließend mit.